Pfaffenhofen fährt ab Montag kostenlos Bus

Pfaffenhofen (intv) Ein kostenloser öffentlicher Nahverkehr ist zur Zeit oft Diskussionsthema in den Städten. Zu teuer heißt es meist. Die Stadt Pfaffenhofen wagt es trotzdem. Ab Montag können die Bürger kostenlos mit dem Stadtbus fahren. Und auch sonst ändert sich einiges mit dem Fahrplanwechsel.

Leere Busse sollen in Pfaffenhofen in Zukunft der Vergangenheit angehören. Wenn die Fahrgäste keinen Fahrschein mehr brauchen, dann fahren sie auch wieder mehr Bus. So die Hoffnung der Stadt. „Wir ertrinken im Straßenverkehr, wir wollen Alternativen Verkehrsformen fördern, da gehört Radweg und Fußweg dazu und der ÖPNV“, erzählt Bürgermeister Thomas Herker. Deshalb hat der Stadtrat sich für einen kostenlosen Stadtbus entschieden.

Drei Jahre dauert das Experiment. In den nächsten Jahren will die Stadt zudem das gesamte Stadtbuskonzept auf den Kopf stellen. Mehr Linien und eine bessere Taktung sind dann Thema. Wenn nun wirklich mehr Bürger das kostenlose Angebot nutzen, wird auch eine Verlängerung des Experiments im Raum stehen.

Die Bürger können also ab Montag einfach in den Bus einsteigen. Ein Fahrschein ist nicht mehr nötig. Dafür macht die Stadt ihren Geldbeutel weiter auf. 200.000 Euro Mehrkosten fallen an, wenn es keine Fahrgeldeinnahmen mehr gibt und auch Fördergelder wegfallen. Bis jetzt hat die Stadt den ÖPNV schon bezuschusst. Nun investiert Pfaffenhofen 200.000 Euro in die Verdichtung des Verkehrs, sprich eine engere Taktung. Insgesamt spricht Herker von einer Million Euro Kosten.

Die Busse fahren ab Montag länger und öfter, nämlich im 30-Minuten-Takt. Die Linie 7 fällt mit dem Fahrplanwechsel weg. In Zukunft fährt die Linie 5 die Ilmtalklinik an. Auch in der Früh ist der Fahrplan etwas angepasst, damit die Schulkinder pünktlich zum Unterricht kommen.

Bleibt die Frage, was passiert mit den bereits bezahlten Jahrestickets? Hier gibt es noch keine Lösung, die Verhandlungen laufen. Und der Fahrkartenkontrolleur hat ab Montag auch ausgedient. Hier hat die Stadt aber für einen alternativen Job gesorgt. Der Mann wird in Zukunft die Schulkinder der Grund- und Mittelschule zum Bus begleiten.