Petition gegen Hähnchenmast – Unterschriften übergeben

Eschelbach/München (intv) In Eschelbach im Landkreis Pfaffenhofen plant ein landwirt eine Erweiterung seiner Hühnermast auf 145.000 Tiere – der Protest ist ungebrochen, Naturschützer und Dorfbewohner kämpfen seit Monaten gegen das Vorhaben. Am Donnerstag war für sie ein großer Tag, denn sie haben eine Petition mit tausenden Unterschriften an den Bayerischen Landtag übergeben. Wie nun die weiteren Schritte aussehen:

Petitionen werden in der Regel dem zuständigen Fachausschuss im Landtag weiter geleitet. Im Fall Eschelbach kümmert sich der Umweltausschuss um die Beschwerde.
Aufgabe des Umweltausschusses ist es, die eingereichten Unterlagen ausführlich zu prüfen. Das bedeutet, die Abgeordneten müssen sich in das Thema einlesen und dabei sowohl die Vor- als auch Nachteile berücksichtigen. Der Ausschuss hat auch die Möglichkeit, Gegner und Befürworter persönlich zu dem Thema zu befragen, die dann zu den Sitzungen geladen werden. Um sich ein besseres Bild vom Sachverhalt zu machen, können die Ausschussmitglieder auch Besichtigungen vor Ort durchführen.

Wie lange es dauert, bis es zu einer endgültigen Entscheidung kommt, kann man pauschal nicht sagen – das ist immer abhängig vom jeweiligen Thema. Da die Erweiterung der Hähnchenmastanlage in Eschelbach ein großes Projekt ist, kann es durchaus länger dauern, bis ein endgültiger Entschluss gefallen ist. Insgesamt haben rund 7.000 Menschen gegen das Vorhaben unterschrieben. Das Landratsamt Pfaffenhofen hat bereist eine vorzeitige Baugenehmigung erteilt.