Perchten und Papierkrippen: Vielfalt bei VHS-Schnitzern Pfaffenhofen

Pfaffenhofen (intv) Tiefe Fleischwunden kann man sich mit dem Schnitzmesser holen, wenn man nicht aufpasst. Hans Langkopf bringt seit zwanzig Jahren Laien das Schnitzen bei – doch erst kürzlich hat er sich selbst wieder am Arm verletzt. Beim Schleifen ist ihm eines seiner Schnitzmesser runtergefallen und hat seinen Arm getroffen. Diese Werkzeuge sind scharf wie Rasiermesser, aber wesentlich schwerer. Auch wenn man sie in den Beutel steckt, wo sie aufbewahrt werden, kann man sich leicht wehtun. Doch solch kleine Unfälle können Hans Langkopf nicht von seinem Hobby abhalten. Zu groß ist die Faszination, die das Holz auf ihn ausübt. Vor zwanzig Jahren hat er sich einen Restposten am Sägewerk besorgt: „Fast a Ster. Da leb ich heut´noch davon!“ Aus dem Holz entstehen Krippen, wie sie jetzt in der Weihnachtsausstellung im Haus der Begegnung zu sehen sind. Aber auch furchterregende Teufelsmasken, so genannte Perchten, können geübte Schnitzer aus Holz formen. Die kann man sogar aufsetzen und als Krampus Kleine und Große erschrecken. Was fasziniert daran? Franz Peter, ebenfalls Schnitzdozent an der Volks-hochschule Pfaffenhofen: „Ich kann das Dreidimensionale wunderbar herausarbeiten und ich kann mich auch mit Gesichtern auseinandersetzen.“  Besonders stolz ist Franz Peter auf die außergewöhnliche Vernissage der diesjährigen Ausstellung. Denn da gab es Weihnachtsgeschichten zu hören, vorgelesen von Gerhard Walter und geschrieben von ihm und Alexander Bálly. Am 7. 12.2014 wird es eine weitere Lesung bei stimmungsvollem Licht geben. Bis dahin läuft die Ausstellung noch und solange hat man auch Zeit, die ungewöhnliche Papierkrippe von Reiner Schlamp zu bewundern. Im Haus der Begegnung in Pfaffenhofen.

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