Panther wollen Wiedergutmachung

Ingolstadt (intv) Nach dem 1:9-Debakel in Nürnberg – der höchsten Derby-Niederlage in der DEL-Geschichte der Panther – konnte der ERC Ingolstadt in der Champions Hockey League zumindest einen ersten Schritt zur Wiedergutmachung feiern. Mit dem 3:2-Sieg nach Verlängerung gegen den EV Zug hat sich die Mannschaft von Larry Huras zwar mit Anstand aus dem Wettbewerb verabschiedet, in der Liga ist der Titelverteidiger aber immer noch auf der Suche nach Konstanz. Vor allem einige Leistungsträger suchen noch nach ihrer Meisterform. Allen voran das ERC-Aushängeschild Thomas Greilinger. Der Niederbayer ist in sechs Spielen noch ohne einen einzigen Scorerpunkt, hat die schlechteste Plus-Minus-Statistik und fand sich sogar schon auf der Tribüne wieder – zusammen mit Christoph Gawlik, der ebenfalls noch nicht richtig in der neuen Saison und vor allem beim neuen Trainer angekommen zu sein scheint, auch wenn dieser bei beiden eine aufsteigende Form ausmacht: „Sie trainieren und arbeiten hart, es geht aufwärts. Und ich hoffe natürlich auch, dass in unserer momentanen personellen Situation mit Michel Periard wenigstens ein Spieler aus dem Lazarett zurückkommt“, so Huras. Nach den weiteren Ausfällen von Hahn, Davidek, Rinke-Leitans und Boucher muss der ERC voraussichtlich vier Wochen auf den bisherigen Top-Torschützen Ryan MacMurchy verzichten, der sich in der Champions Hockey League gegen Zug einen Finger gebrochen hatte. Die Kader-Situation also nach dem zweiten Null-Punkte-Wochenende angespannt, und zwei schwere Aufgaben vor der Brust – keine Frage, der Meister ist schon früh in der neuen Saison unter Zugzwang. „Berlin ist immer ein Wahnsinnsspiel, und die haben aus der letzten Saison sicher noch eine Rechnung mit uns offen. Und Iserlohn ist immer eine laufstarke, kämpferisch gut eingestellte Mannschaft, das werden also zwei richtig interessante Spiele“, weiß auch Kapitän Patrick Köppchen, was die Panther an diesem Wochenende erwartet. Bei den Eisbären am Freitag (19:30 Uhr) und vor allem am Sonntag zu Hause gegen Iserlohn (16:30 Uhr) ist der ERC richtig gefordert, kann aber nach dem Derby-Debakel vor allem bei den Fans wieder Boden gut machen. Bisher gab es jedenfalls nur Null- oder Sechs-Punkte-Wochenenden für den ERCI – der Meister also quasi die alles-oder-nix-Panther…