Panther gleichen im Finale aus

Ingolstadt (intv) Der ERC Ingolstadt hat im Playoff-Finale gegen die Kölner Haie den 2:2-Ausgleich geschafft. Nur einen Tag nach dem 1:4-Auswärtserfolg in Köln konnten die Panther auch auf eigenem Eis einen 4:1 (1:0/1:1/2:0)-Sieg nachlegen und sind damit endgültig zurück im Titelrennen.

Vor ausverkauftem Haus lieferte die Mannschaft von Niklas Sundblad erneut eine vor allem in kämpferischer Hinsicht beeindruckende Vorstellung ab, brachte mit einer kompakten Abwehrleistung die Haie-Offensive immer und immer wieder zur Verzweiflung und verwandelte eiskalt ihre Chancen in der Offensive.

Wie in der neunten Spielminute. Ein stark aufspielender Thomas Greilinger wartet auf dem rechten Flügel ganz abgeklärt bis sich die entscheidende Lücke bietet und bedient dann mustergültig per Querpass seinen Sturmpartner Derek Hahn, der aus einem Meter nur noch einzuschieben braucht – 1:0 für Ingolstadt, der fünfte Playofftreffer für den 36-jährigen Kanadier. Nur in den Anfangsminuten war beiden Mannschaften das Spiel vom Vortag noch anzumerken, doch spätestens mit dem Ingolstädter Führungstreffer war auch dieses Final-Duell „on fire“.

Köln um eine sofortige Antwort bemüht, doch Philip Gogulla scheiterte gleich dreifach an Timo Pielmeier sowie an seinen Vorderleuten, die sich erneut ohne Rücksicht auf Verluste in die Haie-Schüsse warfen (13./19.), und als die Scheibe dann doch im ERC-Tor war, erkannten die Unparteiischen den Treffer wegen hohen Stocks von John Tripp berechtigterweise nicht an (20.).

Auch im zweiten Drittel drängten die Kölner vehement auf den Ausgleich, doch bei der Mannschaft von Uwe Krupp fehlte ganz einfach die letzte Konsequenz und ein Abnehmer für die zweiten Scheiben. Die Panther defensiv kompakt und immer wieder mit gefährlichen Konterchancen. Aber John Laliberte frisch von der Strafbank (21.), Björn Barta per Schlagschuss (26.) und vor allem Ziga Jeglic (33./34.) verpassten es, auf 2:0 zu stellen.

Dafür musste Fortuna etwas nachhelfen. Ein Break über Travis Turnbull war eigentlich schon gescheitert, doch Jean-Francois Boucher spielte kurzerhand mit Haie-Torwart Danny aus den Birken Bande – 2:0 für Ingolstadt.

Doch von Vorentscheidung noch keine Spur. Gäste-Trainer Uwe Krupp erkämpfte mit wilden Protesten eine Strafzeit gegen Periard und als auch noch Patrick Hager in die Kühlbox musste, nutzte der achtfache Meister die doppelte Überzahl zum Anschluss. Daniel Tjärnqvist zog als Blueliner ab – kurz und trocken der Favorit zurück im Spiel (39.).

Und auch im Schlussdrittel ein extrem temporeiches, intensives Spiel, in dem die Gäste zwar ein optisches Übergewicht hatten, doch spielerisch fanden die Kölner kein Rezept und bei den Distanzschüssen immer ein Spieler oder Timo Pielmeier dem Ausgleich im Weg. Die besseren Möglichkeiten hatten weiterhin die Hausherren, doch nachdem Greilinger, Laliberte (45.), Jeglic (50.) und ein völlig freistehender Derek Hahn (54.) die Vorentscheidung noch vergaben, machte ausgerechnet Tyler Bouck – der Aushilfsverteidiger mit einem satten Schlagschuss von der blauen Linie alles klar – 3:1 für Ingolstadt (55.).

Die Gäste warfen zwar noch mal alles nach vorn, doch Robert Sabolic brach per empty-net-goal den allerletzten Gästewillen zum 4:1-Endstand.

Damit steht es nach einem 0:2-Rückstand nun 2:2 – die Panther haben sich ein drittes Heimspiel gesichert, sind jetzt allerdings heiß auf mehr, denn das Momentum liegt nun klar auf Seiten der Sundblad-Truppe.

Am Freitag um 19:30 Uhr entscheidet sich in Köln, wer mit 3:2 in Führung geht und am Sonntag um 14:30 Uhr dann in der Saturn-Arena den ersten finalen Matchball hat.