Ortsumfahrungskonzept Schrobenhausen: Rainerauspange eingeweiht

Schrobenhausen (intv) Die Forderungen währen schon Jahrzehnte. Weniger Durchgangsverkehr in Schrobenhausens Innenstadt, großräumige Umfahrungen – auch für den Schwerlastverkehr. Ein umfassendes Konzept ist derzeit in Planung, und das erste Teilstück ist fertiggestellt: Die Rainerauspange wurde heute Vormittag offiziell dem Verkehr übergeben.

Vertreter von Stadt, Landkreis, Bezirksregierung und Ingenieurbüros hatten sich heute versammelt, um die Rainerauspange und den neu geschaffenen Kreisverkehr an der Neuburger Straße freizugeben. Die Segnung nahmen der katholische Stadtpfarrer Josef Beyrer, sein evangelischer Amtskollege Gerhard Rupprecht sowie der Imam der türkisch-islamischen Gemeinde, Halil Öztürk, vor.

Die Rainerauspange verbindet die Neuburger Straße im Nordwesten der Stadt mit dem Bereich rund um das Kreiskrankenhaus. Baubeginn war im Oktober 2014. Im Juni 2015 konnte die Asphaltdecke aufgebracht werden. Anfang November war auch der Kreisverkehr fertiggestellt. Dennoch gab es Verzögerungen, die auch zu einer Erhöhung der Baukosten geführt haben, so Helmut Rischer vom städtischen Tiefbauamt: „Wir haben zwei Drainagesysteme in den Feldern gefunden, das Wasser muss abgeleitet werden.“ Zudem habe sich der der Boden weniger tragfähig entpuppt als berechnet. Die dritte Überraschung kam unter der Neuburger Straße zum Vorschein: „Eine Teerdecke, die schadstoffbelastet war und entsorgt werden musste“, so Rischer. Die Gesamtkosten des Projekts inklusive Grunderwerb belaufen sich derzeit auf rund 2,5 Millionen Euro, die zum Großteil durch den städtischen Haushalt 2015 abgedeckt werden konnten.

Bürgermeister Karlheinz Stephan (CSU) misst dem Bau der Rainerauspange zwei zentrale Bedeutungen bei: „Kurzfristig entlastet sie die Kreuzung am Bahnübergang der Neuburger Straße, langfristig ist sie wichtiger Teil des Umgehungsrings.“ Die zwei weiteren Teilstücke, die Ortsumfahrung Mühlried im Osten sowie die Südwesttangente von der Rainerau bis an die B300, seien jedoch noch Zukunftsprojekte, so Stephan weiter. Vor allem Naturschützer bemängeln immer wieder die Planungen, da die Bauprojekte wichtige Naturschutzgebiete entlang der Paar durchqueren würden.