Ohne Ehrenamt kein Plantschen

Kösching/Wolnzach (intv) Innerhalb von acht Jahren wurden in Deutschland mehr als 370 Schwimmbäder geschlossen. Der Grund: Oft sind die Kommunen zu knapp bei Kasse, es finden sich keine Bademeister und es gibt zu wenig ehrenamtliche Helfer. Wie wichtig aber gerade dieses ehrenamtliche Engagement der Bürger ist, das zeigt sich auch in den Freibädern hier in der Region.

Im „Aquasun“ in Kösching ist das Sportbecken seit kurzem wieder geöffnet, nachdem es mehr als ein Jahr lang gesperrt war. Der Grund: Ein Leck, das zu großen Wasserverlusten geführt hat. Die Bersucher sind verärgert, auch, weil sie bei verkürzten Öffnungszeiten den selben Eintrittspreis zahlen müssen.

Ein anderes Bild im Freibad in Wolnzach, das vor zehn Jahren saniert wurde. Vor allem das 50 Meter-Sportbecken ist bei den Schwimmern sehr beliebt. Das ist allerdings nur durch das große Engagement des Fördervereins „Wolnzacher Schwimmbad“ zustande gekommen. „Durch die Zusage, die Mehrkosten von 250.000 Euro über den Förderverein zu finanzieren, ist uns die Entscheidung für ein größeres Becken damals sehr leicht gefallen“, so Bürgermeister Jens Machold. Die Gemeinde ist damals in Vorleistung getreten, der Förderverein hat die Summe durch Mitgliedsbeiträge in zehn Jahren nach und nach abgezahlt. Der Förderverein hat 86 Mitglieder und dient als eine Art Sprachrohr der Wolnzacher. Freibäder zu betreiben, gehört zu den freiwilligen Aufgaben einer Kommune – um so wichtiger ist die Unterstützung durch Fördervereinen, wie etwa in Wolnzach.