Öffnung regionaler Werbemärkte

Ingolstadt (intv)  Bislang war es ehernes Gesetz in der Fernsehbranche. Berichterstattung und Werbung sind aus einem Guss – wer national berichtet, bedient sich nationaler Werbemärkte, wer regional informiert, holt sich Werbung im Sendegebiet. Das soll sich jetzt ändern, denn im Vorfeld des neuen Rundfunkstaatsvertrags geht Bayern einen eigenen Weg. Anders als sämtliche Ministerpräsidenten der Bundesländer will Horst Seehofer die regionalen Werbemärkte öffnen – mit Konsequenzen für die kleinen regionalen Anbieter wie intv in Ingolstadt. Denn das Werbebudget vor Ort ist begrenzt, jeder Euro, der in die Kassen der Großen fließt, fehlt in der Kasse der Kleinen und die leben bekanntlich von Werbung. Die Großen sind milliardenschwere Konzerne, die auf die Einnahmen vor Ort überhaupt nicht angewiesen sind. „Die Strategie der Staatsregierung läuft auf eine Subventionierung von TV-Konzernen hinaus, ohne auf die Interessen der regional verwurzelten Anbieter zu achten“ sagt Markus Rinderspacher, Fraktionsvorsitzender der SPD im Bayerischen Landtag. „Nur die Regionalen garantieren eine umfassende und unabhängige Berichterstattung“ ergänzt Bayerns FW-Chef Hubert Aiwanger. Deren Interessen gelte es im Rahmen der regionalen Strukturen im Freistaat zu schützen.