OB-Kandidaten diskutieren über die Wohnungssituation

Ingolstadt (intv) Bei der gestrigen Diskussionsrunde der OB-Kandidaten in der VHS ging es um das Thema „Wohnen“. Nach anfänglichen allgemeinen Feststellungen, wie zum Beispiel die Notwendigkeit mehr Wohnungen zu bauen, drehte sich dann alles um einen möglichen Mietspiegel. Während die Linke und die SPD sich klar für einen solchen Aussprachen, sind die Freien Wähler und die CSU klar dagegen. In einen solchen Mietspiegel würden nur die Neuvermietungspreise einfließen, so Christian Lösl. Diese seien natürlich höher als der durchschnittliche Mietpreis und würden so den Mietspiegel verfälschen. Dies wiederum würde den Vermietern Anlass dazu geben, ihre Mieten dem entsprechend höheren Mietspiegel anzupassen.

Ein weiterer Brennpunkt des Abends war die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft. Es lag der Vorwurf im Raum, diese würde viel weniger Sozialwohnungen bauen als nötig. Laut Christian Lösl sei die Gesellschaft jedoch schon am Rande ihrer Kapazitäten angelangt und könne einfach nicht mehr bauen, auch wenn es ihr nicht am Geld fehle. Er schätzte das Nettovermögen der GWG auf eine Milliarde Euro. Christian Lange von der Bürgergemeinschaft meinte dazu, dass man der Gesellschaft dann einfach mehr Ressourcen zur Verfügung stellen müsse. Jürgen Siebicke von den Linken drückte sich noch deutlicher aus. Wenn es nicht am Geld und an den Grundstücken fehle, dann fehle es folglich am Willen und das sei skandalös, so der Kommunalpolitiker.

Die GWG besitzt bereits 6.600 Sozialwohnungen in Ingolstadt. 610 weitere Wohnungen will die Gesellschaft in den nächsten vier Jahren bauen. Warum es nicht möglich ist noch mehr zu bauen, wurde gestern Abend nicht so ganz klar.