OB.Acht: Rede und Antwort in Sachen Jugendpolitik

Ingolstadt (intv) Acht Frauen und Männer kandidieren für das Amt des Ingolstädter Oberbürgermeisters – unter ihnen bekannte und weniger Bekannte Gesichter.

Gestern Abend durften alle Bewerber um die Gunst der jungen Wählerschaft buhlen. So war es zumindest angedacht. Denn der Stadtjugendring hat gemeinsam mit dem Donaukurier zur Podiumsdiskussion in der Fronte geladen. Gekommen waren aber neben jungen Leuten, viele Junggebliebene und natürlich auch etliche Parteirecken. Die Veranstaltung wurde per Livestream auch ins Internet übertragen.

Unter dem Motto „OB.Acht“ äußerten sich die acht Kandidaten zur Jugendpolitik und im Speziellen zu den 15 jugendpolitischen Forderungen des Stadtjugendrings.

Eine Forderung sieht zum Beispiel die Schaffung der Stelle eines hauptamtlichen dritten Bürgermeisters für Bildung, Soziales, Jugend, Familie und Kultur vor. Ferner wünscht sich der Stadtjugendring mehr bezahlbaren Wohnraum für Jugendliche und Studenten.

Los ging es aber mit einer kurzen Vorstellungsrunde. Mit einem Bild, dem Lieblingslied und einem Gegenstand aus der Jugend stellten sich die Kandidaten in zweieinhalb Minuten vor. Die Politiker zeigten sich von ihrer persönlichen Seite und konnte dabei durchaus beim Publikum punkten. Wer wusste schon, dass CSU-Kandidat Christian Lösl in seiner wilden Zeit ein Fan von Guns N´ Roses war und Karl Ettinger regelmäßig mit seinem Skateboard von Manching nach Ingolstadt gefahren ist.

Außerdem äußerten sich die acht Frauen und Männer allgemein zum Thema Jugendpolitik in Ingolstadt. Veronika Peters, die für die SPD kandidiert, will sich im Falle ihrer Wahl für ein Jugendparlament stark machen. Das fordert auch Christian Lange von der Bürgergemeinschaft, ihm schwebt ein Dialog zwischen Jugend und Politik vor. Barbara Leininger von den Grünen ist der Meinung, dass in Ingolstadt Freiräume für Jugendliche fehlen. Jürgen Siebicke von den Linken will den Kita-Besuch für jedes Ingolstädter Kind kostenlos machen und mehr selbstverwaltende Jugendtreffs etablieren.

Danach ging es ans Eingemachte. In zwei Runden mussten die Kandidaten Fragen aus einem Lostopf beantworten, die sich das Vorstandteam des Stadtjugendrings mit engagierten Jugendlichen im Vorfeld überlegt hatte. Dabei schlugen sich alle Politiker ganz gut. Einziges Manko, manchmal drehte sich die Diskussion etwas im Kreis, da sich die Fragen teilweise sehr ähnelten.

Nach dem zweiten Durchgang war dann aus Zeitgründen schon Schluss. Es folgten noch einige Fragen aus dem Publikum, bevor die Kandidaten zur vorgerückten Stunde zu den Schlussstatements ansetzten. Darin sollten sie auch beantworten, was ihre erste Amtshandlung als Oberbürgermeister wäre und welches Projekt sie mit 500.000 Euro in der Jugendarbeit anstoßen würden.

Karl Ettinger von der FDP, Christian Lange von der Bürgergemeinschaft und Raimund Köstler von der ÖDP versprachen das Geld nur in Absprache mit Jugendlichen und dem Stadtjugendring investieren zu wollen. Lehrerin, Barbara Leininger von den Grünen möchte mit der Summe die Aufenthaltsqualität an den Schulen verbessern. CSU-Kandiat Christian Lösel würde die halbe Million Euro in die technische Ausstattung der Schulen stecken und in Whiteboards und Tablets investieren. Veronika Peters möchte mit dem Geld ihre zuvor vorgestellten sechs Projekte zur Jugendarbeit verwirklichen. Peter Springl von den Freien Wählern würde unter anderem das Jugendübernachtungshaus am Baggersee mehr fördern und Jürgen Siebicke von den Linken möchte dafür sorgen, dass Altenpfleger und Ergotherapeuten kein Schulgeld mehr bezahlen müssen.

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