Nikolaus beschert Flüchtlingskinder

Neuburg a.d. Donau (intv) Für die meisten der rund 400 Flüchtlinge in der Neuburger Asylbewerberunterkunft an der Donauwörtherstraße heißt es seit Tagen, Wochen, Monaten: Warten. Viele müssen in Ungewissheit ihr Dasein fristen, wie die Zukunft für sie aussieht. Um vor allem den Kindern in der Unterkunft eine vorweihnachtliche Freude zu machen, hat gestern hoher Besuch auf der ehrenamtlich organisierten Weihnachtsfeier auf dem Lassigny-Gelände vorbeigeschaut: Der Nikolaus. Und nach Einbruch der Dunkelheit biegt er auch schon um die Ecke. Für die Kinder der Flüchtlingsunterkunft das Highlight der Vorweihnachtszeit.

„Ob Frühling, Sommer, Herbst, ob Winter, der Nikolaus hat immer was für Kinder; in seinen großen Manteltaschen, weil kleine Kinder gerne naschen“, so der heilige Bote.

Dank vielen himmlischen Helferlein vom Neuburger Jugendparlament, die im Vorfeld kleine Geschenkbeutel mit Nüssen, Mandarinen und Süßem vorbereitet haben, konnte der Nikolaus großzügig Gaben an die Flüchtlingskinder verteilen. Auch die Eltern dürfen sich freuen, sie gehen an diesem Abend ebenfalls nicht leer aus: „Ich habe aus Schrobenhausen von der humanitären Hilfe 100 Lebensmittelpakete bekommen, die verteilen wir heute Abend und da sind Nudeln, Mehl, Gries, Zucker, Lebkuchen und Reis mit dabei, alles was die Bewohner der Asylbewerberunterkunft brauchen können“, erklärt Elfriede Müller vom BRK- Kreisverband Neuburg-Schrobenhausen.

Der Verein „Asylsuchende sind Mitbürger“ stellt die Weihnachtsfeier bereits im zweiten Jahr auf die Beine. Das sei nur durch zahlreiche ehrenamtliche Helfer möglich, so Vereinsvorsitzende Bettina Häring. „Wir wollen mit dieser kleinen Weihnachtsfeier den Leuten, die hier wohnen, zeigen, dass wir für sie da sind, ein bisschen Weihnachtsstimmung verbreiten, ein bisschen Freundlichkeit in dieses triste Dasein bringen. Wir wollen den Bewohnern, vor allem den Kindern, eine kleine Freude machen.“

Angesichts der strahlenden Kinderaugen ist das mit Sicherheit gelungen. Für den ein oder anderen kleinen Nikolaus mit Zipfelmütze war der ganze Trubel sogar ein bisschen zu viel des Guten. Doch der Rest der Kinder kostete den Besuch des himmlischen Boten voll und ganz aus.