Niesreiz und juckende Augen: Die Pollen fliegen wieder

Ingolstadt (intv) Der Frühling startet in dieser Woche so richtig durch. Bis zum Wochenende sollen die Temperaturen auf 20 Grad ansteigen. Doch nicht jeder kann das schöne Wetter in der zweiten Osterferienwoche auch genießen. Pollenallergiker sind jetzt schon wieder von Symptomen wie Fließschnupfen, Niesattacken und brennenden Augen geplagt. Die Allergie ohne ärztliche Hilfe einfach durchzustehen ist zwar tapfer, aber alles andere als förderlich. Wird sie nicht behandelt kann ein sogenannter „Etagenwechsel“, also eine Verlagerung der Symptome hin zur Lunge, erfolgen. Es entwickelt sich ein allergisches Asthma, das sogar lebensbedrohlich sein kann.

Die Behandlung einer Allergie erfolgt meist durch Nasenspray oder durch Tabletten, welche die Histaminausschüttung, die für die allergischen Reaktionen verantwortlich ist, unterdrücken. Diese bekämpfen allerdings nur die Symptome. Wer längerfristig etwas gegen seine Allergie tun möchte, sollte eine Hyposensibilisierung in Betracht ziehen. Hier wird der Körper mit Hilfe von Spritzen Schritt für Schritt an das Allergen gewöhnt. Dies kann die Reaktionen einige Jahre lindern, bevor eine erneute Therapie nötig ist.

Abseits ärztlicher Hilfe kann sich jeder auch selbst das Leben leichter machen, indem das Allergen schlichtweg gemieden wird. Sport in den Morgenstunden ist zu meiden, da dann besonders viele Pollen fliegen. Pollen im Haus können durch Pollengitter vermieden werden. Haare sollten grundsätzlich am Abend gewaschen werden, damit Pollen nicht mit ins Bett getragen werden. Pollenfänger im Haus, wie zum Beispiel Teppiche oder Vorhänge, sollten so wenig wie möglich vorhanden sein.

Werden diese Regeln beachtet kommen auch Pollenallergiker gut durch den Frühling und können die schönste aller Jahreszeiten ein bisschen mehr genießen.