Nie mehr Sandsäcke?

Ingolstadt (intv) 13 Millionen Euro. So viel Geld wurde für den Hochwasserschutz in Ingolstadt investiert. Neben der Sanierung von 13 Kilometern bestehendem Deich wurde in Gerolfing ein mehr als zwei Kilometer langer Deich komplett neu gebaut. Dies war der letzte Bauabschnitt der Hochwasserschutzmaßnahmen für Ingolstadt. Die Fertigstellung wurde heute, im Beisein des Bayerischen Umweltministers Marcel Huber, gefeiert.

Die Stadt Ingolstadt hat einen großen Teil der Baukosten übernommen. An den Maßnahmen in Gerolfing hat die Stadt sich zu 50 Prozent, also mit rund 1,4 Millionen Euro beteiligt. Den Hauptteil der Finanzierung hat jedoch der Freistaat Bayern übernommen. Weitere Gelder kamen unter anderem von der EU.

Die Häufung extremer Wetterereignisse hat die Schutzmaßnahmen notwendig gemacht. Seit 1970 hat sich die Häufigkeit solcher Wetterlagen, den Rückversicherern zufolge, verzweieinhalbfacht. Sich auf weitere Hochwasser vorzubereiten ist somit ein logischer Schritt. Bis 2020 soll auch der Rest Bayerns wasserfest gemacht werden. Der Freistaat investiert hierfür 3,4 Milliarden Euro. Die Sandsäcke werden wohl dennoch nicht ausgedient haben. Im seltenen Fall eines 200- oder 300jährlichen Hochwassers könnten selbst die besten Schutzmaßnahmen versagen.