„Nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung“

Ingolstadt (intv) Der 21-jährige Kevin Spiße übt für seine praktische Prüfung. Rückwärts links um die Kurve mit einem Anhänger fahren – da sind Fingerspitzengefühl und Koordination gefragt. Kevin hat bereits eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker absolviert. Sein Herz schlägt aber eigentlich schon immer für den Beruf des Fahrlehrers: „Wir haben einen Familienbetrieb und mein Bruder braucht dringend Verstärkung. Ich wollte das auch schon von Klein auf machen und jetzt habe ich mich dazu entschlossen“, so Kevin Spiße. Seit Mai besucht er zusammen mit sieben weiteren Teilnehmern das Fahrlehrerzentrum in Ingolstadt. Wer Fahrlehrer werden will, muss bestimmte Voraussetzungen mitbringen – wie etwa ein Mindestalter von 21 Jahren, eine abgeschlossene Berufsausbildung oder Abitur sowie eine gewisse Affinität zu Fahrzeugen. „Die Ausbildung selbst ist in zwei Teile gegliedert. Die Theorie dauert fünf Monate, danach müssen die Schüler ein Praktikum in einer Ausbildungsfahrschule absolvieren. Nach neun bis zehn Monaten sind die Teilnehmer dann geprüfte Fahrlehrer“, so Ausbilder Ralph Hoffmann. Wenn alles gut läuft, ist Kevin Spiße also Anfang des Jahres fertig mit seiner Ausbildung – und dann heißt es ab in den Familienbetrieb und das erlernte Wissen an seine Schützlinge weiter geben.