Neuregelung bei Promillegrenze für Radfahrer?

Ingolstadt (intv) Es gibt viele Gründe, mit dem Fahrrad zum Ingolstädter Pfingstvolksfest zu fahren, statt mit dem Auto: Man erspart sich zum Beispiel die Parkplatzsuche, es ist gesünder und man darf auch mal eine Maß Bier mehr trinken. Letzteres könnte sich aber bald ändern. Wie bereits im Vorfeld verkündet wurde, wird sich die heute in Hannover beginnende Innenministerkonferenz auch mit der Promillegrenze für Radfahrer beschäftigten.

Bislang gilt: Wer nicht in einen Unfall verwickelt wird oder Ausfallerscheinungen zeigt, bleibt bis 1,6 Promille am Fahrradlenker straffrei. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat diese Grenze bereits seit längerem im Visier. Nach Aussage des Kreisverbandes Ingolstadt sei man mit 1,6 Promille nicht mehr im Stande, sicher Rad zu fahren. Der ADFC schlägt die Grenze von 1,1 Promille vor. Die Vermutung liegt nahe, dass sich die Innenministerkonferenz dieser Forderung annähert oder sie gleich übernimmt.

Die meisten von intv auf dem Pfingstvolksfest befragten Radfahrer sehen das gelassen. Keiner von ihnen sei extra mit dem Rad gekommen, um mehr trinken zu können. Einige wünschen sich sogar, die Promillegrenzen für Radfahrer würden den geltenden Regelungen für Autofahrer angeglichen. Sicherheit gehe schließlich vor Trinkvergnügen.