Neues Zuhause für rund 80 Menschen: Einheimische und anerkannte Flüchtlinge unter einem Dach in Reichertshausen

Reichertshausen (intv) 18 Wohnungen für 76 Menschen baut der Freistaat Bayern derzeit in Reichertshausen. Das Besondere: In der Wohanlage sollen Einheimische und anerkannte Flüchtlinge unter einem Dach leben. Bayerns Baustaatssekretär Josef Zellmeier hat heute, den 17.09.2018, den Baufortschritt begutachtet.

44 Quadratmeter für vier Personen. Enger, aber bezahlbarer Wohnraum mit einer schönen Aussicht auf die 5000-Einwohner-starke-Gemeinde Reichertshausen. Die Wohnanlage gehört zum Sofortprogramm im Wohnungspakt des Freistaates, der 2015 ins Leben gerufen wurde.  Josef Zellmeier (CSU), Baustaatssekretär in Bayern betont: „Ich war vor einigen Wochen in Niederbayern in Abensberg, wo wir so eine Wohnanlage eingeweiht haben. Zu diesem Zeitpunkt war die Anlage auch schon länger bewohnt und dort funktioniert das ganz gut. Die Wohnungen sind ja eher klein geschnitten, aber es ist genügend Platz da. Es gibt einen Gemeinschaftsraum und Spielülätze, wo die Menschen zusammen ins Gespräch kommen können. So sollte es nicht zu Konflikten kommen, weil genügend Platz da ist, wo sozusagen eine Gemeinschaft wachsen kann.“ Zwei Drittel der Wohnugen sind für anerkannte Flüchtlinge gedacht, die bisher noch in einer Flüchtlingsunterkunft leben. Den Rest darf die Gemeinde an niedrig-verdienende Bürger vergeben. Bürgermeister Reinhard Heinrich (CSU) sieht im geplanten Zusammenleben neuer und alter Mitbürger eine Chance: „Die Integration ist ja noch nicht passiert, die findet jetzt erst statt. Klappt es mit den Einheimischen? Klappt es mit den anerkannten Flüchtlingen die im selben engen Raum leben? Wir glauben JA! Es ist eine Chance, die wir nutzen möchten und wir wollen unseren Beitrag leisten, da ist sich der ganze Gemeinderat einig, dass wir eine gute sinnvolle Integration gemeinsam leben.“ Der vom staatlichen Bauamt Ingolstadt ausgeführte Bau schreitet gut voran. Nach nur sieben Monaten Bauzeit sind die beiden Häuser Ende Oktober planmäßig bezugsfertig. Zellmeier schätzt die Kosten auf drei Millionen Euro, die komplett vom Freistaat übernommen werden.