Neuer Kreisrat in Pfaffenhofen

Pfaffenhofen (intv) Die SPD fühlt sich bei der Besetzung der Gremien des neuen Kreistags von Pfaffenhofen ausgebremst. Das äußerte der stellvertretende Fraktionssprecher Thomas Herker bei der Konstituierenden Sitzung des neuen Kreistags.

„Nicht alles was legitim ist, ist auch demokratisch geboten“, kommentierte Herker im Interview mit intv.

So werde die SPD im Verbandsrat der Sparkasse zum Beispiel überhaupt nicht berücksichtigt, kritisierte der Kreisrat.

In den Städten Pfaffenhofen und Vohburg pflege man mehr Demokratie. Trotz der Kritik trugen die elf Kreistagsmitglieder der SPD die Besetzung der Gremien dann aber doch mit, so dass alle einstimmig besetzt wurden.

Man wollte die Mandatsträger nicht leiden lassen, lautete die Begründung dafür. Stellvertreter von Martin Wolf wird wieder Anton Westner von der CSU, den auch 13 Kreisräte gewählt haben, die nicht der CSU oder den Freien Wählern angehören.  Bei der Wahl des zweiten Stellvertreters des Landrats hatte der SPD-Kandidat Franz Roithmeier zuvor die Abstimmung verloren. 39 Kreisräte stimmten für Josef Finkenzeller von den Freien Wählern. Die hatten im Vorfeld mit der CSU eine Kooperation vereinbart, um eine stabile Mehrheit zu gewinnen. Abgestimmt wurde auch über die künftige Besetzung des Aufsichtsrates der Ilmtalklinik. Hier hat man noch am Wochenende die Weichen neu gestellt.

CSU-Altlandrat Rudi Engelhard verzichtet jetzt auf seinen Sitz zugunsten eines weiteren Arztes.

Die Krankenschwestern und die restliche Belegschaft seien dagegen nicht in diesem Gremium vertreten.

Das kritisierte die Fraktionssprecherin der Grünen, Kerstin Schnapp. Jeder private Betrieb wäre gesetzlich dazu verpflichtet, meinte die neu vereidigte Kreisrätin. Martin Wolf entgegnet dazu, dass die Betriebsrätin der Ilmtalklinik im Aufsichtsrat vertreten sei.