Neue Regeln für Biobauern geplant

Pfaffenhofen (intv) Wo Bio drauf steht, soll auch Bio drin sein. Darin sind sich Kunden, Bauern und Politiker einig. Doch wenn es darum geht, was eigentlich „bio“ ist und was nicht, kommt jetzt eine neue Diskussion in Gang, hervorgerufen vom Landwirtschafts-Kommissar der EU, Dacian Ciolos. Der will die Kriterien für ökologische Lebensmittel verschärfen.

Demnach sollen die Biobauern künftig ihre Produkte permanent auf eigene Kosten auf Schadstoffe überprüfen. Bisher werden Stichproben gezogen. Falls dann künstliche Pestizide oder zugelassene Spritzmittel in den Nahrungsmitteln gefunden werden, muss der Biobauer dafür haften.

Selbst wenn die Chemikalien vom Acker des Nachbarn stammen und durch den Wind verweht wurden. In der Praxis führe das dazu, dass die Biobauern für ihre naturnahen, schonenden und aufwändigen Produktionsverfahren auch noch bestraft werden, meint dazu der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft.

Denn 90 Prozent der deutschen Ackerflächen seien mit chemisch-synthetischen Pestiziden belastet, ganz einfach weil der konventionelle Landbau dies zulässt.

Auch der Kreisvorsitzende vom Bund Naturschutz Pfaffenhofen sieht die Pläne aus Brüssel eher skeptisch.

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