Neue Kirchenbänke nach verheerendem Brand in Steinsdorf

Steinsdorf / Altmannstein (intv) Freitag, den dritten März 2017 vergessen die Steinsdorfer wohl nicht so schnell.
Meterhoch loderten die Flammen aus den beiden Dachstühlen der Kirche St. Martin. Das Löschwasser der Feuerwehr beendete zwar den Brand, doch sowohl Feuer als auch Wasser hinterließen große Schäden im Gotteshaus.
Heute, knapp 17 Monate nach dem verheerenden Feuer sehen die Gläubigen wieder Licht am Ende des Tunnels. Jetzt zogen Tonnen an Holz in die Kirche ein.

„Man könnte da schon von einem Lebenswerk sprechen, solche Kirchenbänke zu bauen“, gesteht Franz Treffer. Der Schreiner aus dem Nachbarort Sandersdorf hat die 20 Bänke die letzten Monate mühevoll handgefertigt.

Für Pfarrer Wolfgang Stowasser ist mit der wachsenden Inneneinrichtung ein weiterer Meilenstein erreicht. Solnhofener Bodenplatten sind neu verlegt, das Deckengemälde konnte dagegen gerettet werden und ist frisch restauriert. Auch im Gebälk haben die Handwerker ganze Arbeit geleistet.

Die beiden bunten Hauptfenster am Anfang und Ende des Mittelgangs werden noch geliefert. Die Versicherung kommt für die Wiederherstellung des damaligen Zustands auf, die Modernisierungskosten von 400.000 Euro teilen sich die Diözese Regensburg und der Pfarrverband. Alles in allem kostet die Sanierung circa drei Millionen Euro.

Der erste Gottesdienst lässt nicht mehr lange auf sich warten: „Wir haben uns für den 7. Oktober entschieden, da ist Erntedank, das wird der erste Gottesdienst in der sanierten Kirche St. Martin sein. An Weihnachten weihen wir dann noch unsere neue Orgel ein, das hat uns der Orgelbauer versichert, dass sie bis dahin fertig ist“, freut sich Pfarrer Wolfgang Stowasser.

Anfang 2019 will er dann mit dem Bischof von Regensburg Gottesdienst feiern. Ein Dankesfest für alle, die beim Wiederaufbau mitgeholfen haben.