Neue Bereitschaftspraxis in Eichstätt kommt an

Eichstätt (intv) Bereits an den ersten Wochenenden haben zahlreiche Patienten die neue Bereitschaftspraxis an der Eichstätter Klinik aufgesucht. Am 21. März hat die Praxis den Betrieb aufgenommen. Bis zu 40 Patienten am Tag haben den neuen Service bereits am ersten Wochenende genutzt. Die Bereitschaftspraxis springt zu den Zeiten ein, wenn die Ärzte ihre Praxen geschlossen haben, also mittwochs und freitags nachmittags sowie am Wochenende. Zuvor haben Ärzte vor Ort den Notdienst selbst versehen.

Die KVB (Kassenärztliche Vereinigung Bayerns) hat das System reformiert, da immer weniger niedergelassene Ärzte bereit waren, den Dienst zu übernehmen. Die neue Bereitschaftspraxis in Eichstätt liegt im ersten Stock der Klinik, direkt neben der Ambulanz. Diese räumliche Nähe erleichtert die Zusammenarbeit. Wer wirklich schwer krank kommt, kann direkt weiter in die Klinik.

Die Kliniken im Naturpark Altmühltal wollen sich dafür stark machen, eine weitere Bereitschaftspraxis an der Klinik in Kösching einzurichten. Bisher sieht die KVB dafür keinen Bedarf. Bayernweit wird die Kassenärztliche Vereinigung bis zu 110 dieser einheitlich ausgestatteten Bereitschaftspraxen betreiben.

Andernorts – in Schrobenhausen – wird es keine Bereitschaftspraxis geben trotz massiver Proteste aus dem Stadtrat. Wer dort krank ist, muss derzeit bis nach Neuburg oder Ingolstadt fahren. Ab 24. April haben die Schrobenhausener die neue Anlaufstelle, wenn in der Ilmtalklinik in Pfaffenhofen die Bereitschaftspraxis öffnet, im Oktober die in Aichach. Ein Trost bleibt: Für Patienten, die selbst nicht zur Praxis kommen können gibt es weiterhin einen Fahrdienst der Hausbesuche macht.