Neue Angio-Einheit prüft auf Herz und Nieren

Schrobenhausen (intv) Thrombose, Arteriosklerose, Koronare Herzkrankheit – etwa 20 Millionen Deutsche leiden an Gefäßerkrankungen, die bedrohliche Folgen nach sich ziehen können: Schlaganfall oder Herzinfarkt. Das Kreiskrankenhaus Schrobenhausen sagt dem ab sofort entschieden den Kampf an. Gestern wurden ein neuer Schockraum und eine so genannte Angiographie-Einheit offiziell eingeweiht. Letztere ermöglicht eine Untersuchung vor allem von Herzkranzgefäßen. Aber auch Nieren-, Becken- oder Beinarterien sind damit behandelbar, z.B. durch Ballonkatheter oder Gefäßstützen, so genannten Stents. „Die Anlage verfügt über die derzeit modernste Technik“, erklärte Chefarzt Dr. Stefan Hüttl, als sich Vertreter des Landkreises und der Stadt Schrobenhausen ein Bild von der Einrichtung machten. „Wir können damit sehr strahlenarm arbeiten und dadurch den Patienten schonen“.

Ebenfalls neu eingerichtet wurde der Schockraum zur Erstversorgung von Schwerverletzten. „Hier ist nun Platz für die komplette Alarmkette, die aus bis zu 10 Personen besteht“, so Dr. Marco Beusch, Oberarzt der Schrobenhausener Unfallchirurgie. Auch der Wartebereich für Patienten wurde neu gestaltet.

Rund 1,8 Millionen Euro kosteten die Modernisierungsmaßnahmen insgesamt, mehr als die Hälfte davon trägt der Landkreis. In den kommenden Jahren werden mindestens 12 Millionen Euro in weitere Sanierungen gesteckt, sagte Landrat Roland Weigert (FW): „Die Menschen im Schrobenhausener Land sollen fit gehalten werden, darum möchten wir auch das Krankenhaus fithalten“. An eine Privatisierung sei deshalb nicht zu denken, so Weigert.