Neuburgs Untere Altstadt: „Rahmenplan für die nächsten 20 Jahre“

Neuburg a.d. Donau (intv) Sie findet hohen Anklang, sowohl bei Anwohnern als auch bei flanierenden Touristen. Das frisch sanierte Teilstück der Weinstraße in der Unteren Altstadt von Neuburg gilt als Paradebeispiel, wie die Aufenthaltsqualität dort gesteigert werden kann. Das sei aber nur der Anfang, eine optische Generalüberholung ist indes für den gesamten Bereich der Unteren Altstadt angedacht – Stück für Stück.

Verkehrsberuhigte Bereiche ausweisen, Straßenhierachien festlegen und ein optisch einheitliches Bild in der Unteren Altstadt generieren. Dazu stellte der Münchener Architekt Eberhard von Angerer den Bauausschussmitgliedern die Ergebnisse seiner Feinuntersuchung vor. Das Konzept sieht vor, die Münchener-, Luitpold-, Hechten- und die Hirschenstraße als Hauptverkehrsstraßen zu belassen. Bereiche westlich und östlich der Hirschenstraße sollen demnach verkehrsberuhigt werden. Auch 30er Zonen schlägt der Architekt an einigen Stellen vor. „Wir wollen vor allem die Attraktivität steigern, durch ein einheitlich konzipiertes Straßenmobiliar, das ist schon beschlossen für den Oswaldplatz und damit haben wir ja auch schon gesagt, dass wollen wir dann in der Unteren Altstadt weiterführen. Das Gleiche gilt für die Bepflanzung, also Bäume und Blumen und ein Beleuchtungskonzept. Im Bereich der Schießstand- und Schützenstraße wäre der Vorschlag, dass wir diese als verkehrsberuhigt ausweisen. Dass wir die Pätze herausarbeiten, versuchen Freiflächen zu gewinnen, wo wir auch vielleicht Platz für einen kleinen Brunnen finden, oder eine Sitzgruppe und das Parken eher vor die Fassaden rücken“, erläutert Architekt Eberhard von Angerer seine Ergebnisse vor dem Bauausschuss.

Mit der Neukonzeptionierung sollen möglichst alle bisherigen Stellplätze erhalten bleiben, eventuell sogar welche dazugewonnen werden. Die einzelnen Maßnahmen sollen möglichst über das Städtebauförderprogramm „Aktive Zentren“ vom Freistaat bezuschusst werden und nach und nach realisiert werden: „So wie es beim Oswaldplatz bereits der Fall war, da hatten wir ja ganz erhebliche Zuschüsse bekommen, bei Gesamtkosten von circa einer Million Euro haben wir etwa 600.000 Euro Förderung bekommen, das ist ein sehr erheblicher Teil, ich glaube, dass wir mit der Gestaltung der Weinstraße und des Oswaldplatzes auf einem sehr guten Weg sind und dass wir das kontinuierlich fortsetzen sollten“, betont Oberbürgermeister Bernhard Gmehling.

Die Vorschläge des Architekten treffen auf regen Zuspruch: Nach der ausführlichen Darlegung der Ergebnisse haben sich die Ausschussmitglieder einstimmig für diesen Rahmenplan ausgesprochen und mit Empfehlung an den Stadtrat weitergereicht. Dieser wird dann am 27. Januar darüber entscheiden.