Neuburgs Schüler fit für den Straßenverkehr

Neuburg (intv) Da kann man schon einmal die Orientierung verlieren. Isabella und Marlen sitzen im Überschlagssimulator. Im Moment ist das für die Jugendlichen und ihre zuschauenden Klassenkameraden eher spaßig, doch sie lernen für den Ernstfall: „Wir erfahren hier drin, wie wir uns im Fall eines Unfalls angemessen Verhalten können, zum Beispiel wie wir uns dann abschnallen, wenn wir kopfüber hängen“, berichtet Marlen Zinsmeister. Ihr Kopf wird langsam rot, denn sie hängt immer noch kopfüber im Simulator, während wir sie interviewen. Projektleiter Daniel Winkelmann erklärt, was Sinn und Zweck der Übung ist: „Die Schüler sehen in der Situation des Überschlags, welche Möglichkeiten es gibt, sich zu befreien, ohne sich dabei zu verletzen. Ich zeige den Freiwilligen, wie sie sich abstützen können.“

Wie wichtig es ist, sich im Auto anzuschnallen, lernen die Neuburger Schüler im Aufprallsimulator. Hier wird verdeutlicht, wie gefährlich ein Auffahrunfall mit nur 10 km/h sein kann. Die Aktionstage zur Verkehrssicherheit sollen den 10. Klässlern aller Neuburger Schulen die Augen vor Gefahren im Straßenverkehr öffnen: „Es gibt seit 1996 keine eigenständige Verkehrserziehung mehr an den weiterführenden Schulen und da haben wir uns zur Aufgabe gemacht, hier diese Verkehrssicherheitstage durchzuführen. Das ist das letzte Mal in der 10. Klasse, dass wir die Schüler auf diesem Wege noch erreichen können“, erklärt Ingolf Süß, Vorsitzender der Kreisverkehrswacht Neuburg-Schrobenhausen.

Junge Fahranfänger sind überdurchschnittlich oft an schweren Verkehrsunfällen beteiligt. Vergangenes Jahr an mehr als 4.500 im Bereich Oberbayern Nord. Dies entspricht knapp 10 Prozent der Gesamtunfälle. Um der hohen Zahl entgegenzuwirken, beteiligen sich sowohl die Polizei und Feuerwehr Neuburg, als auch die Verkehrswacht ehrenamtlich an den beiden Aktionstagen.