Neuburger Videoprojekt von ehemaligen Flüchtlingen für Flüchtlinge

Neuburg (intv) Armend Dragidella ist ein junger Mann aus Neuburg. Seine Eltern flohen in den 1990ger Jahren vor dem Krieg im Kosovo nach Deutschland. In Neuburg fand die Familie eine zweite Heimat. Das Schicksal seiner Familie brachte Armend Dragidella auf die Idee ein Videoprojekt zu starten: in Neuburg integrierte ehemalige Asylbewerber und neu in der Stadt angekommene Flüchtlinge gemeinsam vor die Kamera bringen.

Marek Hajduczek ist Stadtteilmanager im Neuburger Schwalbanger und stand jetzt als einer von 12 Projektteilnehmern vor der Kamera von Armend Dragidella. Der 19 jährige Neuburger entwickelte gemeinsam mit Streetworker Daniel Grotter die Idee, die Lebensgeschichten von ehemaligen und neu angekommenen Flüchtlingen in Videoclips zu präsentieren. Der Hintergedanke des Filmprojekts: Vorurteile gegenüber Asylbewerbern sollen abgebaut werden, der Flüchtling als Mensch den Zuschauern nähergebracht werden.

Die Filmreihe entsteht mit Unterstützung des Förderprojekts „Jugend stärken im Quartier“. In drei Videoclips werden je 4 Schicksale gegenübergestellt. Die Idee für das Filmprojekt hatte Armend Dragidella nachdem er als Mitglied im Neuburger Jugendparlament den Verein „Asylsuchende sind Mitbürger“ besucht hatte. Die Menschen die in den Videoclips zu sehen sind, sind teils Bekannte der beiden Projektleiter, teils wurden sie spontan ansgesprochen, ob sie ihre Lebensgeschichte erzählen wollen.

Seit Mittwoch ist der erste der Videoclips online gestellt – im Internet ist er über die Facebook Seite von „Jugend stärken im Quartier“ verlinkt oder hier.