Neu aufgerollt: Ingolstädter Bauamts-Prozess die 2.

Ingolstadt (intv) Es war ein Prozess, der im Sommer vergangenen Jahres für jede Menge Schlagzeilen gesorgt hat. Auf der Anklagebank: Drei Architekten aus zwei verschiedenen Architekturbüros. Außerdem der Leiter des städtischen Hochbauamtes sowie sein Stellvertreter. Ihnen wird vorgeworfen, illegal Absprachen bei der Ausschreibung für das millionenschwere Schulzentrum Südwest gehalten zu haben. Das Amtsgericht hatte die Angeklagten in erster Instanz zu Geldstrafen verurteilt – woraufhin sie zusammen mit der Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt haben. Seit heute wird der Fall vor dem Landgericht Ingolstadt erneut aufgerollt. Im vergangenen Jahr gab eine Kronzeugin an, dass die angeklagten Architekten lange vor der öffentlichen Ausschreibung des Schulzentrums Südwest entscheidende Informationen erhalten haben – und danach auch den Zuschlag für das 65 Millionen Euro Projekt. Schwere Vorwürfe, gegen die sich sowohl die beiden Architekten als auch der Leiter des städtischen Hochbauamtes sowie sein Stellvertreter gewehrt haben. Im heutigen Berufungsprozess vor dem Landgericht Ingolstadt haben die Angeklagten ihre Sicht der Dinge noch einmal geschildert. Das Urteil soll am 7. Juli verkündet werden.