Nein zu zweiter Donaubrücke bei Joshofen

Neuburg (intv) Die Neuburger konnten gestern nicht nur ihre Stimme für die Europawahl abgeben, sie waren auch aufgerufen im Rahmen eines Ratsbegehrens sich für oder gegen eine zweite Donaubrücke bei Joshofen und die Schaffung einer Ortstangente im Westen der Stadt auszusprechen. Um kurz vor 20 Uhr stand das Ergebnis fest – mit knapper Mehrheit sprachen sich die Neuburger gegen den möglichen Brückenstandort Joshofen aus. Die Brückengegner in Feierlaune – 51,3 % der Neuburger stimmten gestern mit „Nein“ – 48,7 % der Bürger sagten „Ja“ zu einem Brückenschlag bei Joshofen. Ein Vorsprung von knapp 240 Stimmen reichte um das Brückenprojekt mit Osttangente zu kippen. Das Abstimmungsergebnis bedeutet wohl auch das Ende des finanziellen Engagements des Freistaats bei Neuburgs Brückenbauplänen. Die Befürworter des Joshofener Brückenschlages sehen inzwischen die kurzfristige Entscheidung, das Ratsbegehren mit der Europawahl zusammenzulegen, kritisch. Wäre mehr Zeit gewesen, hätte man möglicherweise mehr Bürger von der Notwendigkeit des Brückenbau überzeugen können.