Naziterror in Pfaffenhofen-Theater und Film über Gräuel im Dritten Reich

Pfaffenhofen (intv) Zu welcher Grausamkeit Menschen fähig sind, das fragen sich viele. Nicht nur in der aktuellen dramatischen politischen Weltlage, sondern auch mit Blick auf die Vergangenheit. Damit die Gräueltaten im Dritten Reich nicht in Vergessenheit geraten, hat die Stadt Pfaffenhofen einen  Künstler mit einem Denkmal beauftragt. Thomas Neumaier hat eine riesige Akupunkturnadel durch die städische Bibliothek getrieben, als Stachel im Gedächtnis der Stadt. Der Stahlträger im Mauerwerk und die dazugehörigen Foto- und Texttafeln haben einen Fernsehjournalisten zu einem Theaterstück und einem Film inspiriert. Regisseur Markus Stampfl stellt die 16 Einzelschicksale der Gedenktafeln jetzt in Spielszenen und Monologen dar. Dabei wird er maßgeblich von Reinhard Haiplik unterstützt, dem Autoren des Buches Pfaffenhofen unter dem Hakenkreuz. Seine Rechcherchen haben auch den Künstler Thomas Neumaier geholfen, ein Bild von Opfern und Tätern zu zeigen. Die Spielszenen werden an Originalschauplätzen in Pfaffenhofen aufgeführt – unter freiem Himmel. Das Stück trägt den Titel: „Opfer-Täter Denk!Mal!“ Daraus soll später noch ein Film produziert werden.