Nachhaltiges Pfaffenhofen empfängt Gäste aus Thailand

Pfaffenhofen (intv) Immer mehr brutale Kriege und Sorgen um die Weltwirtschaft haben die dramatische Entwicklung beim Weltklima mittlerweile aus dem Bewußtsein verdrängt. Zumindest das Engagement der Kanzlerin hat hier deutlich nachgelassen. Das beide Themen eng zusammen hängen und gerade der Klimaschutz auch der Wirtschaft neue Chancen bietet, gerät immer weiter in Vergessenheit. Entgegen diesem Trend in der großen Politik bleiben die Menschen an der Basis am Ball. Weltweit. Jetzt hat das Industrieministerium in Thailand eine Delegation aus Experten und Journalisten nach Pfaffenhofen geschickt. Andreas König, deutscher Berater des Industrieverbandes von Thailand, hatte dort im Internet nach guten Beispielen gesucht – und war dabei auf das Eco Quartier in Pfaffenhofen gestoßen. Der internationale Begriff für das neue Stadtviertel, das seit einiger Zeit langsam aber nachhaltig wächst, hat sich in diesem Fall bewährt. Im Eco Quartier sollen Wohnen und Gewerbe nebeneinander stattfinden, so umweltfreundlich wie möglich. Dort wird Regenwasser gesammelt, mit Spülwasser werden Toiletten betrieben und die Energie stammt aus nachwachsenden Rohstoffen. Lange Pendlerwege sollen vermieden werden, Arbeitsplätze vor Ort entstehen. All das hat die Gäste aus Thailand beeindruckt. Denn dort wächst die Industrie und das stößt nicht immer auf Zustimmung. Albert Gürtner (FW), der zweite Bürgermeister von Pfaffenhofen hat heute erläutert, wie die Stadt ihre Bewohner an der Planung und Entwicklung teilhaben lässt. Das schafft Akzeptanz. Ein gutes Beispiel auch für Thailand, betont  der Generalsekretär aus dem dortigen Industrieministerium, Pasu Loharjun.