Nach Moscheeschließung: Dialog mit den Gläubigen

Ingolstadt (intv) Der Migrationsrat vertritt die Interessen der Migranten in Ingolstadt. Er setzt sich vor allem für die ein, die nicht die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. Ziel ist es, die Migranten in Ingolstadt zu integrieren. Dazu gehört auch der Kontakt zu den Moscheen. Dieser ist in aller Regel sehr gut, wie Integrationsbeauftragter Christian Lösel weiß. Er wird regelmäßig von den Moscheen und Vereinen eingeladen und findet dort immer offene Türen vor.

Die Ausnahme von der Regel war die Merkez-Moschee in der Sebastianstraße. Der dazugehörende Verein, das „Kultur- und Bildungszentrum Ingolstadt“, war wegen der Verbreitung radikal-islamischen Gedankenguts verboten worden, die Moschee wurde deshalb im Oktober geschlossen. Von der Existenz des Vereins und der Moschee wusste man weder im Migrationsrat, noch in den anderen türkischen Gemeinden etwas. Die Gemeinde sei sehr verschossen gewesen und hätte sich selbst von den anderen türkischen Gemeinden in Ingolstadt abgewandt, so Oğuz Taşdelen, Vorstandsvorsitzender des DITIB Landesverbands Südbayern, dem dem der Verein „Türkisch Islamische Gemeinde zu Ingolstadt“ angehört. Leider fällt durch radikale Gruppierungen auch immer wieder ein schlechtes Licht auf die integrationsbereiten und offenen türkischen Vereine in Ingolstadt. So gab es bereits Propaganda der rechten Szene, in der alle Moslems als Terroristen bezeichnet wurden.

Um einen erneuten Eklat um die Gläubigen der Merkez-Moschee zu vermeiden, hat der Migrationsrat nun das Gespräch mit ihnen gesucht. Hierbei kam heraus, dass sich diese einen neuen Treffpunkt suchen wollen. Dieser könne von Seiten des Migrationsrates und der Stadt jedoch nicht kontrolliert werden. Dies könnten nur die Strafverfolgungsbehörden, so Lösel. Der Stadt bleibe nichts weiter übrig, als den Dialog zu suchen und zu hoffen, dass es zu keinen weiteren negativen Vorfällen mehr komme.

Dieser Beitrag ist leider noch nicht verfügbar