Nach fünf Jahren: intv Reporterin macht den Führerscheintest

Ingolstadt (intv) Hand aufs Herz liebe Zuschauer, bei einer Führerscheinprüfung hätten wir jetzt wohl alle unsere Probleme. Klar, nach ein paar Jahren haben wir die ein oder andere Sache schlichtweg vergessen. Intv Reporterin Lisa Moosheimer wollte es noch einmal wissen und hat bei der Fahrschule Heindl in Ingolstadt vorbeigeschaut.

Als erstes darf ich im Fahrsimulator Platz nehmen. Heutzutage ist es ganz normal, dass die Schüler das Fahren erst virtuell lernen. In insgesamt sechs Modulen üben sie alles, vom richtigen Sitz über das Anfahren bis hin zu den Vorfahrtsregeln.

„Man nimmt dem Fahrschüler kopfmäßig ganz viel Angst weg, bevor es in die erste Fahrstunde geht. Wenn er ins Auto einsteigt, kann er ja schon ein bisschen was. Also Gas, Schalten, Bremsen und die Spur halten.“, erklärt Fahrlehrerin Birgit Heindl.

Der Fahrsimulator beobachtet mich ganz genau und ermahnt mich sofort, wenn ich mich nicht auf das Fahren konzentriere. Bevor es für mich allerdings richtig auf die Straße geht, möchte ich sehen, wie es um mein Theoriewissen steht. Die Formel für den Reaktionsweg? Da brauche ich erst ganz viel Hilfe von Birgit Heindl.

Danach geht es für mich endlich ins Auto. Fahrlehrer Helmut Heindl begleitet mich. Die Verkehrsbeobachtung ist das A und O, erklärt er mir. Darauf achtet auch der Prüfer besonders. Den Führerschein ab 17 Jahren findet Helmut Heindl sehr sinnvoll. „In anderen Ländern ist es so geregelt, dass die Eltern ein kleines Seminar machen müssen. Damit auch sie wissen, wie man sich als Beifahrer richtig verhalten soll. In Bayern ist das allerdings auf freiwilliger Basis und somit ganz schwierig. Da müsste man mehr dahinter sein.“, fordert er.

In Ingolstadt gibt es mehr als 50 Fahrschulen. Überdurschnittlich viele, erklärt Heindl. Das macht es nicht leicht. Mir hat es jedenfalls richtig gut getan, Theorie und Praxis mal wieder aufzufrischen. So bin ich hoffentlich weiterhin sicher auf der Straße unterwegs.