Nach den närrischen Tagen: Fastenzeit hat begonnen

Ingolstadt (intv) „Bedenke Mensch, dass du Staub bist und wieder zu Staub zurückkehren wirst“. Mit diesem Spruch wird heute den Gläubigen in den christlichen Kirchen ein Aschekreuz auf die Stirn gezeichnet. Dieses ist ein Symbol für Buße und Neuorientierung und ein Hinweis auf die Vergänglichkeit des Menschen.

Nach dem Trubel der vergangenen Tage ist der Aschermittwoch der Beginn einer ruhigen, besinnlichen Zeit, in der der Mensch mehr über sich selbst lernen soll. So ist es Tradition, sich an den 40 Fastentagen im Verzicht zu üben. Früher war es üblich, vor allem auf Fleisch zu verzichten, da dieses teuer war, so Rudi Schmidt, Geschäftsführer der katholischen Stadtkirche Ingolstadt. Heute kann sich jeder selbst überlegen, auf was er verzichten möchte.

Die Tradition des Fastens in der Zeit vor Ostern ist auch heute noch weit verbreitet. In einer aktuellen forsa-Umfrage gaben 18 Prozent der Deutschen an, in der Fastenzeit auf etwas verzichten zu wollen. Oft wird der Konsum von Lebens- und Genussmitteln eingeschränkt.

Neben dem Verzicht auf Dinge, die dem Körper schaden, gibt es in einer Zeit moderner Medien auch andere Möglichkeiten, die eigene Willensstärke zu testen. So kann eine Einschränkung der Nutzung sozialer Netzwerke in den Wochen vor Ostern auch schöne Seiten haben, zum Beispiel bei einem Treffen mit Freunden zu einem Starkbierabend.