Nach dem „runden Tisch“ – Sanierung des Flugplatzes rückt in greifbare Nähe

Lindach/Manching (intv) Am Flugplatz in Manching geht’s endlich voran. Die Sanierungsplanung für das PFC belastete Gelände kann beginnen. Drei Hotspots sollen noch in diesem Jahr angegangen werden, der Bericht für die 14 weiteren kontaminierten Stellen soll bis Ende November vorliegen. Dann sollen ggf. weitere Maßnahmen folgen. Der Bürgerinitiative reicht das aber noch längst nicht.

Die Bi erwartet von Landrat und Bundeswehr auch einen Zeitplan wann, was und wo saniert wird. Ohne diesen sei kein Projekt umsetzbar und alles würde sich nur noch weiter nach hinten verzögern. Dass es anscheinend keine Zeitplanung gibt, passt zur allgemein kritisierten Informationspolitik. Die Bürgerinitiative war nicht am runden Tisch dabei und erfuhr die Ergenisse eher zufällig aus der Presse. Wer die Teilnehmer waren, weiß die BI auch nicht. Konstruktiv sei das alles nicht, betont die BI. Dabei geht es ihr um zwei Hauptthemen. Erstens dass das kontaminierte Wasser nicht mehr in die umliegenden Gewässer gelangt und zweitens um Transparanz bei der Sanierung bzw. deren Planung. Die schafft bei einem solchen Projekt Vertrauen, doch das scheint bisher zu fehlen.

Dass das Vorgehen der Behörden auf wenig Verständnis stößt, zeigt sich auch bei den Landwirten. Das Landratsamt schickte ihnen Bescheide, dass sie PFC belastetes Erntegut ab sofort wissentlich verkauften. Daraufhin hab sie die IG Landwirtschaft gegründet und ein Erntemonitoring durchgesetzt. Alle 131 Feldstücke mussten beprobet werden, damit die Landwirte abgesichert sind, dass ihre Ernte nicht Pfc belastet ist. In den kommenden drei Jahren soll auch ein Fischmonitoring, sowie regelmäßige Proben des Grund- uns Oberflächenwassers durchgeführt werden.