Mund auf- Stäbchen rein- Spender sein: Typisierungsaktion in Berufsschule Eichstätt

Eichstätt (intv) Diagnose Blutkrebs. Alle 15 Minuten erhält ein Patient in Deutschland diese Nachricht. Viele benötigen zum Überleben eine Stammzellenspende, finden jedoch keinen passenden Spender. Daher ruft die DKMS immer wieder zu Typisierungsaktionen auf. So auch gestern in der Berufsschule Eichstätt, wo die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit hatten, sich als Stammzellenspender zu registrieren. Rund acht Millionen Menschen sind bereits im DKMS-Verbund registriert. Mindestens 20 spenden davon täglich Stammzellen für Blutkrebspatienten in der ganzen Welt. Dennoch warten viele Leukämiepatienten noch auf ihren genetischen Zwilling. Umso wichtiger ist, dass sich der Kreis der Typisierten vergrößert. Eine Angst vor der Knochenmarkentnahme ist unbegründet, denn in 80 Prozent aller Fälle werden die Stammzellen peripher entnommen. Das heißt, der Spender nimmt Medikamente, die die Anzahl der Stammzellen vermehren. Diese werden dann über ein spezielles Verfahren direkt aus dem Blut gewonnen. Grundsätzlich kann sich jeder im Alter zwischen 17 und 55 Jahren, der in einer guten gesundheitlichen Verfassung ist, als Stammzellenspender registrieren. Dabei ist eine Spende nicht verpflichtend. Die endgültige Entscheidung fällt der potenzielle Spender, wenn ein genetischer Zwilling gefunden wurde.