Mordfall Franziska: Spurensicherung rekonstruiert Tathergang

Ingolstadt (intv) Tag vier im Prozess um den Mord an der 12-jährigen Franziska aus Möckenlohe. Heute saßen im Ingolstädter Landgericht Beamte der Spurensicherung und Sachverständige des Landeskriminalamtes auf der Zeugenbank. Ihre Aussagen sollten helfen den möglichen Tatort und das Tatwerkzeug näher zu bestimmen. Das Interesse der Öffentlichkeit scheint angesichts der voll besetzten Reihen im Sitzungssaal 11 immer noch ungebrochen hoch. Bei der Beweisaufnahme ist zwar inzwischen so etwas wie Routine eingekehrt, an die Grausamkeit der Tat kann man sich dennoch nicht gewöhnen. Heute erklärten die Beamten der Spurensicherung, wie sie jeden Gegenstand in der Nähe des Leichenfundortes dokumentiert, fotografiert, ausgemessen und sichergestellt haben. Von besonderem Interesse waren vor allem verschiedene Holzscheite, die als Tatwerkzeug in Frage kommen könnten, da bis dato das corpus delicti nicht aufgefunden wurde. Das Gericht versuchte außerdem den genauen Tathergang zu rekonstruieren. Vergangenen Februar wurden dafür eigens Spürhunde am Fundort eingesetzt. Allerdings mit wenig erhellendem Ergebnis, so der Vorsitzende Richter Jochen Bösl. Immerhin konnten die Sachverständigen des Landeskriminalamts mit ihren Untersuchungsergebnissen etwas Licht ins Dunkel bringen. Demnach deuteten die Spuren am PKW von Stefan B. darauf hin, dass er am Fundort der toten Franziska war. Ob es sich beim Fundort auch um den Tatort handelt, konnte aber noch nicht geklärt werden. Nächster Verhandlungstag ist der 9. März.

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