Mord in Pfaffenhofener Getränkemarkt

Ingolstadt (intv) Er soll im Sommer vergangenen Jahres einen Pfaffenhofener Getränkemarktleiter überfallen, ausgeraubt und erstochen haben. Fast ein Jahr nach dem brutalen Gewaltverbrechen muss sich der mutmaßliche Täter nun vor dem Landgericht Ingolstadt verantworten. Heute, am dritten Verhandlungstag, haben mehrere Sachverständige den Fall noch einmal Revue passieren lassen. Dabei sagte auch der Arzt aus, der den mutmaßlichen Mörder nach dem Gewaltverbrechen behandelt hatte. Er gab an, Stefan S. habe ihm erzählt, seine Schnittverletzungen an den Händen seien durch den Transport eines Kühlschranks zustande gekommen. Außerdem berichtete der Arzt, dass Stefan S. seine Wunde nur notdürftig mit einem Tuch versorgt hatte, er wirkte zwar etwas ungepflegt, verhielt sich aber ruhig und gelassen. Ruhig und gelassen – so wirkte der mutmaßliche Mörder auch in der heutigen Verhandlung. Selbst als die zuständige Fachärztin für Rechtsmedizin genau auf die schweren Verletzungen des Opfers einging, verzog Stefan S. keine Miene. Die Verhandlung wird am Montag, den 26. Mai fortgesetzt.