Moderate Schneeschmelze: Hochwasserentwarnung für Neuburg

Neuburg a.d. Donau (intv) Das Quecksilber ist heute in der Region auf bis zu 10 Grad geklettert. Der Schnee schmilzt dahin, kommt nun auch noch Niederschlag hinzu, steigen die Pegel der Flüsse rasant an. So wie beispielsweise vor vier Tagen, als der Wasserstand der Donau im Stadtgebiet Neuburg innerhalb einiger Stunden um zwei Meter auf vier Meter zehn anstieg und damit Meldestufe zwei erreicht hat. Doch sowohl Wasserwirtschaftsamt als auch der Amtsleiter für Hochwasserschutz., Paul Leikam, geben für den Raum Neuburg Entwarnung: „Wenn in den Bergen eine starke Schneeschmelze ist, kombiniert mit Niederschlag, damm können wir immerhin ein bis zwei Tage Zeit um zu reagieren. Wir können über das Internet, mit Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt, die Hochwasserwellen, die kommen könnten, beobachten. Diese Situation ist derzeit nicht gegeben, da sind wir ganz entspannt, aber was nächste Woche ist, wissen wir nicht, Prognosen sind immer schwierig. Anders ist es bei kleinen Gewässern, die haben ein kleines Einzugsgebiet, wenig Puffer und sie haben wenig Leistungsfähigkeit. Bei starker Schneeschmelze kann das schnell zu lokalen Ausuferungen führen“, erklärt Leikam.

Bürger können sich übrigens jederzeit auf den Internetseiten des Hochwassernachrichtendienstes über ihre jeweilige Region informieren. (http://www.hnd.bayern.de/) Generell sind im Falle eines Zusammenspiels von Niederschlag und Schneeschmelze kleinere Bäche und Gewässer anfälliger für Hochwasserstände, als die Donau. Wie hier im Gebiet Paar/Mühlried mit Meldestufe 2. Doch Neuburg ist auch im Umland bestens gerüstet. „Derzeit haben wir eine grenzwertige Situation, die Donau ist so hoch wie das Gewässer am Gießgraben, der Schieber ist geschlossen. Wenn es stark regne,t in Kombination mit Schneeschmelze, wird Wasser vom Gießgraben zur Donau gepumpt, um Rückstau zu vermeiden. Deshalb haben wir entlang der Donau im Neuburger Norden drei, im Süden bis zu sechs Pumpwerke, die müssen alle auch bei kleinen Hochwasser funktionieren“, so Leikam.

Damit sie das auch tun, hat das Amt für Hochwasserschutz schon vergangene Woche vorsorglich alle Pumpwerke auf Funktionstüchtigkeit geprüft. Bei Stromausfall steht vom THW ein Notstromaggregat bereit. Die Neuburger können also entspannt bleiben. Laut den Wetterprognosen der kommmenden Tage ist in der nächsten Zeit nicht mit weiteren Schneefällen zu rechnen. Wegen des anhaltenden Tauwetters auch in höheren Lagen bleibt Hochwasser jedoch weiterhin ein Thema.