Mobilität und Vernetzung: Verkehrskonferenz Oberbayern Nord

Ingolstadt (intv) Montag Vormittag, 10:30 Uhr. Als Innenminister Joachim Herrmann im Ingolstädter Orbansaal ankommt, wirkt er locker und gelassen. Scheinbar keine Spur mehr von den Ärgernissen am Wochenende. Herrmann hatte vorgeschlagen, die an Deutschland angrenzenden Landkreise von der PKW-Maut auszunehmen. Dieser Schuss ging allerdings nach hinten los, denn Horst Seehofer kritisierte sein Vorpreschen scharf. Da brauche „nicht jeder seinen Senf dazugeben“, so der Ministerpräsident. Ein Rüffel, der wohl gesessen hat, denn als wir Joachim Herrmann noch einmal auf seine Aussage ansprechen, rudert er zurück: „Für mich ist entscheidend, dass wir gemeinsam hinter diesem Konzept stehen. Wir haben uns darauf geeinigt, dass Alexander Dobrindt erst seinen Gesetzesentwurf vorlegt und dann können wir über weitere Details reden“, so Herrmann. Das Konzept einer PKW-Maut halte er aber nach wie vor für wichtig und richtig, genau so wie viele andere Verkehrsprojekte, die in den kommenden Jahren angepackt werden. Alleine in diesem Jahr investiert der Freistaat 800 Millionen Euro für Bayerns Infrastruktur – und davon profitiert auch der Raum Ingolstadt. Das Straßennetz soll weiter ausgebaut werden, vor allem die Bundesstraße Richtung Neuburg, die mit einem dritten Fahrstreifen versehen werden soll. Auch die Infrastruktur auf dem Audi-Gelände soll verbessert werden. Damit Bahnfahren für die Mitarbeiter noch attraktiver wird, soll eine neue Haltestelle für den Schienenverkehr entstehen.