Mit Pilgerstab und Videokamera auf dem Jakobsweg

Schrobenhausen (intv) „Ich bin dann mal weg“: Seit dem gleichnamigen Bestseller des Entertainers Hape Kerkeling aus dem Jahr 2006 gilt dieser Satz als Sinnbild für den Jakobsweg. Viele christliche und nicht-christliche Pilger haben sich bereits auf die Reise ins spanische Santiago de Compostela gemacht, um das angebliche Grab des Apostels Jakobus aufzusuchen. Die Strecke, die sich Kim Lorenzen allerdings ausgesucht hat, ist richtig lang – denn sie beginnt in Schrobenhausen.

„Es sind rund 2.700 Kilometer, die ich zu Fuß zurücklegen werde“, sagte der 31-jährige kurz vor seinem Aufbruch vergangene Woche. Als Ziel hat sich der junge Mann rund 30 Kilometer pro Tag gesetzt. Mittlerweile hat er Schrobenhausen und sogar Augsburg weit hinter sich gelassen.

Seinen Job als Elektroingenieur hat der gebürtige Nordfriese für das Vorhaben gekündigt. Außer einem Rucksack mit Waschzeug, einem Satz Wäsche und essentiellen Utensilien wie Kartenmaterial und Pilgerpass hat Kim nicht allzu viel dabei. „Wichtig ist das wetterfeste Solarpanel, für den Strom“, sagt er. Das Handy habe er zwar zuhause gelassen, jedoch hat Kim Lorenzen eine Videokamera dabei: „Ich will mich beim Wandern filmen, und auch Land und Leute.“ Die Videos werden von einer Bekannten Kims geschnitten, die auch das Videotagebuch regelmäßig aktualisiert. Auf Youtube ist es unter dem Pseudonym Xavor Salunia zu finden.

Einen Bericht über Kim Lorenzen sehen Sie am 6. Mai in unserer Sendung Studio Schrobenhausener Land.