Mit dem Geld der Gläubigen sorgsam umgehen

Ingolstadt/Eichstätt (intv) Seit heute Nachmittag tagen sie in Ingolstadt. Die 64 katholischen Bischöfe und Kardinäle aus ganz Deutschland sind zur traditionellen Frühjahrsvollversammlung an die Donau gekommen. Bis zum Donnerstag werden die kirchlichen Würdenträger mehrere Gottesdienste feiern und hinter verschlossenen Türen über verschiedene aktuelle Themen beraten, unter anderem auch um den Millionenskandal im Bistum Eichstätt und dessen Konsequenzen. Zum Auftakt der mehrtägigen Tagung sagte Kardinal Reinhard Marx:

„Die drei Punkte sind: Transparenz – können die Gläubigen nachvollziehen, was mit dem Geld geschieht. Der zweite Punkte ist Kontrolle. Es ist ja nicht so, als sei alles unkontrolliert, es gibt das Kirchenrecht, das Konsultorenkollegium, Kirchensteuerausschüsse, aber reicht das aus? Ist das richtig so? Und der dritte Punkt ist, wie können wir Solidarität organisieren.“

Dabei spricht Marx auch den Finanzausgleich zwischen armen und reichen Bistümern an, der derzeit neu gestaltet wird.
Der Vorsitzende der Bischofskonferenz will aus dem Untreue-Vorfall in Eichstätt strukturelle Konsequenzen ziehen: „Wir müssen schneller werden, wir müssen mehr Vergleichbarkeit herstellen, wir brauchen Kriterien, die deutlich machen, dass wir uns auf dem Weg befinden zur Angleichung an internationale Standards.“

Die Ministrantenwallfahrt nach Rom, der Europa-Studientag und die Entwicklungen in Osteuropa, sowie der vorläufige Koalitionsvertrag und vieles andere mehr beschäftigt die Bischöfe die nächsten drei Tage in Ingolstadt.