Mit breiter Panther-Brust aus der Länderspielpause

Ingolstadt (intv) Nach der Länderspielpause wird es für den ERC Ingolstadt am Freitag-Abend wieder Ernst. Beim kriselnden Tabellenvorletzten Wolfsburg gilt es für die Panther Platz Drei zu verteidigen, bevor am Sonntag mit Spitzenreiter Mannheim die Überflieger der Liga in der Saturn-Arena gastieren. Ein Wochenende der Extreme also für die Ingolstädter, die nach rund einem Drittel der Saison aber mit breiter Brust auflaufen können.
Mit 37 Gegentoren die zweitbeste Abwehr der Liga, in der sich Shut-Out-König Jochen Reimer bisher in Topform präsentiert. Dazu verrichten die Panther ihre Defensivarbeit sehr diszipliniert, was die zweitwenigsten Strafzeiten der Liga belegen. Und in der Offensive hat der ERCI endlich wieder echte Scorer zu bieten: mit Mike Collins, Tyler Kelleher und Jerry D´amigo sind drei Panther in den Top 15 der DEL platziert – wobei ERC-Rekordtorjäger Thomas Greilinger weiß, das offensive Hauptplus ist die Ausgeglichenheit: „Es läuft bisher ganz einfach in allen Reihen sehr gut. Es treffen fast alle, so dass wir schwer auszurechnen sind. Dazu bekommen wir wenig Gegentreffer und haben noch dazu eines der besten Powerplays der Liga“.
Für Sportdirektor Larry Mitchell hat das starke erste Saisondrittel aber auch noch einen weiteren wichtigen, vielleicht sogar entscheidenden Grund: „Der Zusammenhalt. Das wird oft unterschätzt, aber wenn alle an einem Strang ziehen, dann ist vieles möglich“.
Und dieser Zusammenhalt wird auch an diesem Wochenende der Gegensätze nötig sein. Mit Wolfsburg wartet Freitagabend ein angeschlagener Gegner, der als Tabellenvorletzter fast schon mit dem Rücken zur Wand steht. Und am Sonntag kommt um 19 Uhr mit den Adler Mannheim der bisherige Liga-Dominator in die Saturn-Arena. „Nach der Ära Pavel Gross hat Wolfsburg einen großen Umbruch gehabt. Jetzt haben sie den Trainer gewechselt und hatten in der Länderspielpause Zeit sich zu finden. Das wird eine harte Nummer, denn die müssen jetzt einfach punkten, sonst ist die Saison schnell vorbei. Und über Mannheim brauchen wir nicht viel zu reden. Das ist für mich ganz klar die stärkste Mannschaft“, weiß Thomas Greilinger, dass dieses erste, starke Saisondrittel des ERCI eben auch nur ein erstes Drittel war – Fortsetzung folgt…