MINTmacher-Tag geht in die zweite Runde

Ingolstadt (intv) Nach der großen Resonanz des ersten MINTmacher-Tags im Februar ging die Veranstaltung der Regionalmanagementinitiative IRMA gestern in Pfaffenhofen in die zweite Runde. Künftig soll der MINTmacher-Tag halbjährlich angeboten werden, jeweils in einem anderen Landkreis. Ziel ist es, Bildungsangebote der Region zu koordinieren und zu bündeln. MINT steht dabei für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Einen Einblick in die praktische MINT-Ausbildung haben die 130 Teilnehmer gleich zu Beginn der Veranstaltung bei insgesamt sechs Betriebsbesichtigungen bekommen.

In der Zylinderschleiferei Altmann konnten die MINTmacher zum Beispiel erleben, wie vielfältig das Feld der Motoreninstandsetzung ist. Werkstattleiter Reinhard Mitterhuber führte durch die Firma und erklärte die einzelnen Arbeitsschritte.

Im Anschluss kamen Erzieher, Lehrkräfte und Unternehmensverteter am Schyren-Gymnasium zusammen. Dort hielt MINT-Didaktiker Professor Martin Lindner zunächst einen kurzen Impulsvortrag. Er stellte Ergebnisse aus der Forschung vor, wie Unternehmen und Schulen kooperieren können und zeigte mit dem Baylab, einem Schülerlabor unterstützt vom Pharmakonzern Bayer, ein gelungenes Beispiel aus der Praxis auf.

Anschließend waren die Teilnehmer des zweiten MINTmacher-Tages gefordert. In acht Praxis-Workshops für alle Altersstufen von der Kita bis zur Sekundarstufe II gab es für die Erzieherinnen und Lehrkräfte Anregungen rund um das Thema MINT-Bildung.

In einem Workshop mussten die MINTmacher einen möglichst hohen und stabilen Turm bauen, allerdings nur aus Marshmallows, Holzstäbchen und etwas Knetmasse. Durch solche Projekte sollen die Jüngsten bereits im Kita-Alltag ganz spielerisch mit technischen Grundfragen vertraut gemacht werden.

Ziel des Projekts MINTmacher ist es den Bereich MINT entlang der gesamten Bildungskette stärker zu fördern. „Im Mittelpunkt stehen praktische Anregungen und der Austausch zwischen Erziehern, Lehrern und Ausbildern. Unser Anliegen ist es, Kinder und Jugendliche für MINT zu begeistern – und das geht nur über Impulse aus der Praxis“, sagt Tobias Klein, Leiter der IRMA Geschäftsstelle.