Mindestlohn und Organisationswahlen: Gewerkschaft ver.di tagt bei 4. Bezirkskonferenz

Ingolstadt (intv) Eine Allianz bilden für den arbeitsfreien Sonntag und gegen einen verkausoffenen 3. Oktober, diese und andere Themen standen auf der Agenda der Gewerkschaft ver.di, bei ihrer 4. Bezirkskonferenz. Den 45 Delegierten aus den einzelnen Fachbereichen und Regionen ging es nicht nur darum, den Bezirksvorstand und diverse andere Gremien zu wählen, sondern auch um die Erfolge der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft zu würdigen. Denn sie konnte beispielsweise für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes entscheidende Erfolge in den Tarifrunden erzielen: „Eine Erhöhung von 5 Prozent und, dass der Urlaub für alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommune gleich ist“, freut sich Steffi Kempe, ver.di-Bezirksgeschäftsführerin für den Großraum Ingolstadt. Es ist ihre zweite Bezirkskonferenz, die alle vier Jahre stattfindet.

Ehrengast ist Oberbürgermeister Christian Lösel. In seiner Rede lobt er die Bemühungen der Gewerkschaft, vor allem im Bezug auf den Mindestlohn: „Es ist unwürdig, wenn jemand in Vollzeit arbeitet und danach dennoch auf staatliche Unterstützung angewiesen ist und deswegen haben die Gewerkschaften, Gott sei Dank, jahrelang für den Mindestlohn gekämpft und ihn letztendlich auch durchgesetzt. Die Einführung des Mindestlohns zum 1. Januar war sicherlich eine der ganz großen Erfolge der Gewerkschaften, vor allem für ver.di, die die Kampagne vor 10 Jahren gestartet hat.“

Die Gewerkschaft ver.di darf sich auch über stetigen Zuwachs freuen. So zählt der Bezirk Ingolstadt bereits 7.500 Mitglieder, freut sich Kempe und steht bei der Mitgliederentwicklung der Gewerkschaften stets an erster Stelle. Und auch in den eigenen Reihen gibt es Verstärkung: Arina Wolf wird als Gewerkschaftssekretärin den Fachbereich drei für Gesundheitswesen, soziale Dienste und Jugend betreuen.