Mietpreise Ingolstadt: Experten raten zu Gelassenheit

Ingolstadt (intv) Wie bezahlbar Wohnen in Ingolstadt wirklich ist, sollte eine Podiumsdiskussion am Mittwochabend im Stadtteil Friedrichshofen klären. Eingeladen dazu hatte der SPD Ortsverein West. Vertreter unterschiedlicher Interessensgruppen suchten nach Lösungen, um den explodierenden Mietpreisen Einhalt zu gebieten.

„Wir sind eine prosperierende Stadt, aber die verantwortlichen Politiker haben nicht an genügend Wohnraum gedacht“, so der Vorwurf der Vorsitzenden des Mietervereins Ingolstadt und Umgebung, Inge Diehl-Karsten. Stadtbaurätin Renate Preßlein-Lehle konterte: Durch das Baulandentwicklungsprogramm aus dem Jahre 2010 sei das Entstehen neuer Wohnungen massiv vorangetrieben worden. Auch die Gemeinnützige Wohnungsbau-Gesellschaft steuere ihren Part bei. „Wir bauen in den nächsten fünf Jahren über 600 Wohnungen in Ingolstadt“, so Geschäftsführer Peter Karmann.

Die Landwirte führen hohe Grundstückspreise vor allem auf mangelnde Ausgleichsflächen zurück: „Die Wiederbeschaffung von Ersatzland ist bei unseren beengten Verhältnissen ein Problem“, klagt „Höflbauer“ Anton Maier. „Darum verkaufen viele Landwirte nicht“.

Insgesamt rieten die Experten zur Gelassenheit. In zwei bis drei Jahren kehre wieder Normalität auf dem Ingolstädter Wohnungsmarkt ein, prognostizierte GWG-Chef Karmann. Auch Grund Idee Geschäftsführer Erwin Schimmer spricht von „Wellen“ in der langfristigen Entwicklung, die ganz normal seien.

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