Mieter sollen entlastet werden

Ingolstadt (intv) Bisher galt die Regel: Der Mieter bezahlt den Makler. Das soll sich nun allerdings schon bald ändern. Der Gesetzesentwurf zur Mietrechtsreform beinhaltet das sogenannte „Bestellerprinzip“. Demnach soll derjenige, der den Makler beauftragt, auch bezahlen. So können in Zukunft also auch Vermieter von den Maklergebühren betroffen sein. Ein Gesetzesentwurf, von dem Immobilienfachwirt Horst Fechner nicht überzeugt ist. Er befürchtet, dass dadurch die Auftragslage der Makler zurück geht.  Die Vorsitzende des Mietervereins Ingolstadts, Inge Diehl-Karsten, ist hier komplett anderer Meinung. Ihrer Ansicht nach sei das Bestellerprinzip längst überfällig. Denn der Mieter solle nur dann finanziell belastet werden, wenn auch er den Auftrag an den Makler erteilt hat. Ansonsten müsse der Vermieter für die Kosten aufkommen. Diehl-Karsten befürwortet auch die sogenannte „Mietpreisbremse“, der zweite Teil des Gesetzesentwurfes. Demnach darf bei Wiedervermietung einer Wohnung die neue Miete maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Miete liegen. Diehl-Karsten geht davon aus, dass der Gesetzesentwurf den rasanten Mietpreisanstieg in Ingolstadt bremsen wird. Das neue Mietgesetz soll bereits Anfang 2015 in Kraft treten.