Messerattacke auf Freundin: Angeklagter für schuldunfähig erklärt

Ingolstadt (intv) Er soll im Drogenwahn seine Freundin mit einem Messer schwer am Hals verletzt haben. Im Prozess gegen Christian O. Ist heute das Urteil gefallen. Wie es sich schon zu Beginn des Prozesses abgezeichnet hat, wurde der Angeklagte vom Gericht heute für schuldunfähig erklärt. Dennoch kommt er nun nicht einfach auf freien Fuß.

Er dachte seine Freundin hätte seine Mutter getötet und wolle nun auch ihn töten. Deshalb griff Christian O. im Mai des vergangenen Jahres nach einem Küchenmesser und attackierte damit seine Freundin Christine F. An den Wahnvorstellungen schuld war der Drogenkonsum des heute 28-Jährigen. Bereits seit seinem 17. Lebensjahr konsumierte er Drogen, seit mehreren Jahren auch Crystal Meth. Dieses löste bei ihm regelmäßig Psychosen aus, so auch in der Tatnacht. Somit war er zum Tatzeitpunkt nicht schuldfähig, urteilte heute das Gericht. Da er jedoch bei erneutem Drogenkonsum wieder eine Psychose erleiden kann und zusätzlich ein erhöhtes Rückfallpotential aufweist, stellt er weiterhin eine Gefahr dar. Deshalb wurde gegen ihn die Maßregel erlassen, dass er sich in eine Entzugsklinik begeben muss. Scheitert der Entzug, wird er nach § 63 des Strafgesetzbuches in einer psychiatrischen Klinik untergebracht.