Meisterbonus: Fachkräftemangel entgegenwirken

Ingolstadt (intv) Der Fachkräftemangel wird nach einer Prognose bis zum Jahr 2030 dramatisch steigen. 650.000 Fachkräfte wird die bayerische Wirtschaft weniger zur Verfügung haben als heute. Voraussichtlich zwölf Prozent aller entsprechenden Stellen können dann nicht besetzt werden. Bereits im Jahr 2020 wird die Anzahl qualifizierter Fachkräfte schon spürbar gesunken sein. Allein in der Region werden 3.500 berufliche Fachkräfte fehlen. Im Akademischen Bereich werden es lediglich 500 sein. Der Trend geht immer mehr zum Studium und zu Ausbildungen in technischen Berufen. Deshalb wird es vor allem im kaufmännischen Bereich, aber auch in vielen anderen Sparten, an Fachkräften mangeln. Um diesen Trend entgegenzuwirken, gibt es seit September dieses Jahres den sogenannten Meisterbonus. Dies ist eine Prämie in Höhe von 1.000 Euro, die der Freistaat Bayern an Absolventen von vielen berufsbegleitenden Aufstiegsfortbildungen zahlt. Der Bonus wurde zum ersten September dieses Jahres eingeführt. Er soll die Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung betonen.

Der Bonus muss nicht beantragt werden. Er wird automatisch bei abgeschlossener Prüfung an Absolventen bestimmter berufsbegleitender Weiterbildungsmaßnahmen ausgezahlt. Auch wenn die Prämie „Meisterbonus“ heißt, ist sie nicht nur für Meister. So erhalten beispielsweise auch Absolventen kaufmännischer Weiterbildungsmaßnahmen das Geld.

1.000 Euro reichen natürlich nicht aus, um die gesamten Kosten einer berufsbegleitenden Weiterbildung zu decken. Dennoch soll der Bonus ein Anreiz dafür sein.

In diesem Jahr haben rund 220 Absolventen den Bonus bekommen. Im Jahr 2014 wird er voraussichtlich an mehr als 3.500 Menschen ausbezahlt.

In welchen Berufen in Bayern zukünftig Fachkräfte fehlen werden und wo somit sichere Arbeitsplätze vorhanden sind, kann im Fachkräftemonitor der IHK nachgelesen werden. So können sich vor allem junge Menschen schon vor Beginn einer Ausbildung für einen Beruf mit guten Zukunftsaussichten entscheiden.

Den Fachkräftemonitor der IHK Bayern finden Sie unter www.ihk-fachkraeftemonitor-bayern.de.

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