Mehr Kinder mehr Kitas: Zwei neue Kindertagesstätten eröffnet

Ingolstadt (intv) Mehr als 1500 Babys erblickten 2017 in Ingolstadt das Licht der Welt. Heuer könnten es sogar rund 200 mehr werden. Für die meisten Sprösslinge benötigen berufstätige Eltern dringend Kitaplätze. Zwei neueröffnete Kitas sollen in Ingolstadt vorerst den Bedarf decken.

Rund 100 Kinder können in der neuen Kindertagesstätte „An der Schutter“ betreut werden, die seit einer Woche geöffnet hat – mit vier Krippengruppen und zwei Kindergartengruppen. Auch wenn noch nicht alle angemeldeten Kinder da sind und die Bauarbeiten noch nicht ganz fertig sind, musste das Gebäude innerhalb von 6 Monaten doch schnell fertig werden. Da die Geburtenrate in den letzten fünf Jahren von knapp 1200 auf 1500 Babys pro Jahr angestiegen ist, ist auch der Kitaplatzbedarf angetsiegen. Besonders Krippenplätze sind immer begehrter. Derzeit werden 35 % der unter dreijährigen Ingolstädter in Krippen betreut. Maro Karmann, aus dem Amt für Kinderbetreuung in Ingolstadt, erklärt: „Bis 2021 rechnen wir mit 39 % der Unterdreijährigen, die eine Betreuung brauchen. Bei den vielen Geburten haben wir nur einen sehr kurzen Planungsvorlauf für die Krippen. Da müssen wir immer schauen wie wir das hinbekommen mit der Versorgung. Bis jetzt hat es immer geklappt. Wir haben noch keine Klagen bekommen. Auch dieses Jahr sieht es wieder danach aus, dass jeder, der einen Platz braucht, auch einen bekommt. Sowohl in der Krippe als auch im Kindergarten.

Die ebenso schnell erbaute KiTa in Mailing bietet Platz für 75 Kindergarten-Kinder. Auch hier kann noch eine Krippengruppe gegründet werden. Bis 2021 plant die Stadt weitere 500 Krippen- und 460 Kindergartenplätze. Um auch in Zukunft dem Bedarf gerecht zu werden, wird aber nicht nur zusätzlicher Raum benötigt. Qualifiziertes Fachpersonal ist mindestens genauso wichtig. Auf zwei Erzieherinnen oder Erzieher kommen entweder 12 Krippen – oder 25 Kindergartenkinder. „Die Ausbildungsplätze sind enorm aufgestockt worden. Auch in Ingolstadt. Wir erwarten für nächstes Jahr wieder 50 weitere Absolventen und Absolventinnen und hoffen dass wir dann erstmal aus dem gröbsten Schwitzkasten herauskommen. „, hofft Karmann.

Solange können die neuen Kitas allerdings nicht warten. Bei zwei Gruppen herrscht noch Betreuermangel. Das heißt die Stadt hat noch vier freie Arbeitsplätze zu vergeben. Und das bis spätestens Dezember, da sollen alle Gruppen vollständig belegt sein.