Mehr Geburten, weniger Trauungen

Ingolstadt (intv) Dass Ingolstadt den Titel als Boom-Town zurecht trägt, beweist die Stadt an der Donau nicht nur durch ihre prosperierende Wirtschaft. Auch mit einem regelrechten Babyboom im vergangenen Jahr kann Ingolstadt glänzen. 2.461 Babys kamen vergangenes Jahr in Ingolstadt zur Welt, der bisher höchste Wert seit 1996. Bei den Jungen hat es der Name Maximilian den meisten Eltern angetan, dicht gefolgt von Sebastian und Jakob. Marie und Maria, das sind die beliebtesten Vornamen bei den Mädchen, Sophie steht an Platz drei der Top-Favoriten. Doch es gab auch dieses Jahr wieder außergewöhnliche Vornamen, wie Alara, Cassia, Janoa oder Eneas, so Reinhard Rauscher, Leiter des Ingolstädter Standesamtes: „Es ist gesetzlich so, dass die Eltern ein Namensvergebungsrecht und ein Namenserfindungsrecht haben, das heißt die Eltern sind letzlich diejenigen, die entscheiden. Es gibt aber trotzdem noch eine Hürde, nämlich die Namen, die einem Kind begelegt werden, dürfen dem Kind keine Probleme bereiten. Der Name darf das Kind nicht der Lächerlichkeit preisgeben, das heißt, die Namen, die negativ behaftet sind, die wird ein Standesbeamter auch ablehnen.“

Ein minimaler Rückgang ist bei den Eheschließungen zu verzeichnen. Mit insgesamt 601 Trauungen waren es 17 Paare weniger, die sich 2014 die Treue geschworen haben. Dafür haben zwei gleichgeschlechtliche Paare ihre Lebenspartnerschaft in Ingolstadt eintragen lassen.

Ebenfalls rückläufig sind die Sterbefälle auf der Schanz. Mit gut 1600 Verstorbenen ist zum ersten Mal seit 2007 ein Rückgang der Zahlen zu verzeichnen. Nichtsdestotrotz stuft Rauscher diese Zahl immer noch als recht hoch ein.