Mehr Arbeit fürs Landgericht

Ingolstadt (intv) Die künftige Abschiebehaftanstalt in Eichstätt bringt als Konsequenz mehr Arbeit für das Landgericht Ingolstadt mit sich. Denn in Zweiter Instanz kommen auf die Richter Beschwerden gegen Abschiebehaftbefehle zu. Wie viele Verfahren da auf die Richter zukommen, kann Sibylle Dworazik noch nicht abschätzen: „Wohl so viel, dass wir drei Richter damit beschäftigen können“, schätzt die Präsidentin des Landgerichts Ingolstadt.
Ab Juli sollen Flüchtlinge in der Abschiebehaftanstalt Eichstätt untergebracht werden.

An Richterstellen sei das Landgericht allerdings gut aufgestellt, wurde es ja 2015 mit zusätzlichen Planstellen bedacht. Allerdings sieht Dworazik  einen Mangel an Rechtspflegern, am Landgericht sei die Lage angespannt, am Amtsgericht sogar „katastrophal“. Dort kümmern sich die Kollegen um Belange wie Nachlass und Grundbucheinträge, die die Bürger unmittelbar betreffen. Bis jetzt sind allerdings keine zusätzlichen Stellen vom Justizministerium vorgesehen.

Apropos: Der derzeitige Pressesprecher und Richter am Landgericht, Ingo Krist wechselt zum 1. März ins Ministerium nach München. Eine Auszeichnung, lobt Dworazik stolz.