„Mehr als ein Facelift“

Eichstätt (intv) „Das wird mehr als ein bloßes Facelift“ betont Gabriela Wallerer von der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung Ansbach. Die kümmert sich nämlich mit um die Willibaldsburg in Eichstätt. Vergangene Woche ist ein unterer zweistelliger Millionenbetrag im Doppelhaushalt der Staatsregierung eingeplant worden. Landtagsabgeordnete Tanja Schorer-Dremel ist daran nicht ganz unschuldig. „Es war einfach wichtig, dass man nachgehakt hat wegen der Willibaldsburg. Um uns rum wurden viele Burgen saniert und ich habe mich als Eichstätter Abgeordnete eben eingesetzt, dass man wieder an Eichstätt denkt und viele Gespräche geführt.“

Der erste Bauabschnitt beinhaltet ein neues Kassenhäuschen mit behindertengerechten Sanitäranlagen. Auch ein früherer Burggraben soll im Zuge der Sanierung wieder freigelegt werden. Auch die Burgschänke wird generalsaniert und sogar mit einem Anbau erweitert. „Die Willibaldsburg hat eine ganz große Bedeutung für Eichstätt und das Altmühltal, es ist ein Symbol für Heimat und hat identitätsstiftende Funktion für die Eichstätter. Es ist ganz wichtig, dass wir hier durch die Baumaßnahme eine deutliche Attraktivitätssteigerung erreichen. Davon profitieren auch unsere Partner auf der Burg, das Juramuseum, das Museum für Ur- und Frühgeschichte und die Pachtgaststätte“, betont Wallerer.

Es soll auch während der Baumaßnahmen Gastronomie, wie beispielsweise einen Biergarten auf der Burg geben, so Wallerer. Das bestätigt auch die Brauerei Hofmühl auf Anfrage. Gespräche müssen allerdings erst noch mit den neuen Betreibern geführt werden. Der Pachtvertrag mit den bisherigen Pächtern läuft bis Ende des Jahres aus.

In diesem ersten Bauabschnitt wird auch ein Stück Geschichte freigelegt. Den Bauantrag will Wallerer im Frühjahr stellen. Dann beginnen auch die Vorbereitungsmaßnahmen für die Sanierung.